Politik

40 Prozent haben Bedenken Umfrage: Einwanderer als Mieter unbeliebt

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Vielen Befragten ist unwohl bei dem Gedanken, einen Einwanderer als Mieter zu haben.

(Foto: imago images / snapshot)

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist vielerorts angespannt, die Suche nach einem neuen Zuhause schwer. Noch härter trifft es Menschen mit einem ausländisch klingenden Namen. Wie eine Umfrage zeigt, wollen viele der Befragten weder neben Einwanderern leben noch an sie vermieten.

Etwa 40 Prozent der Menschen in Deutschland hätten große oder sehr große Bedenken, eine Wohnung an Eingewanderte zu vermieten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin vorstellte. Knapp 30 Prozent der Befragten ist demnach unwohl beim Gedanken, dass sie Einwanderer als Nachbarn bekommen könnten.

Mehr als die Hälfte hat deutliche Vorbehalte bei der Vorstellung, ein Zimmer in der eigenen Wohnung an einen Eingewanderten zu vermieten. "Oft reicht schon ein fremd klingender Name aus, um gar nicht erst zur Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden. Auch offen rassistische Wohnungsanzeigen gehören leider noch immer zum Alltag", erklärte Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Dabei sei Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gesetzlich verboten. "Betroffene sollten sich über ihre Rechtslage informieren und wenn möglich gegen Benachteiligungen vorgehen."

Die Antidiskriminierungsstelle fordert, Ausnahmen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) deutlich zu begrenzen. Dort steht unter anderem: "Bei der Vermietung von Wohnraum ist eine unterschiedliche Behandlung im Hinblick auf die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen und ausgewogener Siedlungsstrukturen sowie ausgeglichener wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Verhältnisse zulässig."

Ausnahmen sind auch möglich, "wenn die Parteien oder ihre Angehörigen Wohnraum auf demselben Grundstück nutzen". Hier will die Stelle erreichen, dass die Hürden deutlich erhöht werden.

Quelle: ntv.de, ibu/dpa