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"Deutsch-Test für Zuwanderer" Viele Migranten bestehen Sprachkurs nicht

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Es gibt keinen einheitlichen Standard für die angebotenen Sprachkurse.

(Foto: imago/epd)

Sprache ist Voraussetzung für gelungene Integration. In Deutschland beherrschen allerdings immer weniger Migranten den Mindeststandard, das sogenannte "B1"-Level. Bei der Qualität der angebotenen Kurse soll nun nachgebessert werden.

Die sinkende Zahl erfolgreicher Absolventen des Deutsch-Tests für Zuwanderer bereitet Behörden und Politik Kopfzerbrechen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten René Springer hervorgeht, haben im vergangenen Jahr 51,5 Prozent der 172.471 Migranten, die erstmalig am Deutsch-Kurs teilnahmen, das Kursziel "Sprachniveau B1" nicht erreicht. Im Vorjahr waren es rund 48 Prozent gewesen. Im Jahr 2016 hatten knapp 38 Prozent der Teilnehmer beim ersten Mal das Kursziel verfehlt.

Wer den "Deutsch-Test für Zuwanderer" mit B1 abschließt, weist laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nach, dass er auf der unteren Stufe des Bereichs "Selbstständige Sprachverwendung" Probleme des Alltags flexibel bewältigen kann. Also indem er zum Beispiel ein Gespräch aufrechterhält und in alltäglichen Situationen ausdrücken kann, was er sagen möchte.

Kurse verbessern - aber wie?

"Wichtig ist, dass mehr Einwanderer den Integrationskurs erfolgreich abschließen. Denn es geht nicht nur um ein Häkchen auf dem Papier, sondern darum, die Menschen zu befähigen, gesellschaftlich und beruflich Fuß zu fassen", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz. Es sei gut, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer an "konkreten Qualitätsverbesserungen" arbeite. Widmann-Mauz hatte im August Vorschläge für eine "Qualitätsoffensive Integrationskurse" gemacht. Dazu zählten finanzielle Anreize für Kursanbieter und Lehrkräfte, "damit ausreichend Alphabetisierungskurse angeboten werden, um den gestiegenen Bedarf zu decken".

Die integrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Filiz Polat, kritisierte dagegen: "Das Bundesinnenministerium palavert zwar ständig von einer angeblichen Qualitätsoffensive, verspricht eine langwierige Evaluation, passiert ist aber bisher noch nichts." Nicht die Geflüchteten seien das Hauptproblem bei den Sprachkursen, sondern das mangelhafte System Bamf, so Polat weiter. Die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Entwicklung bei den Testergebnissen sei "nicht zufriedenstellend".

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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