Politik

"48 Prozent ist zu wenig" Walter-Borjans fordert Rentenerhöhung

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SPD-Kandidaten-Duos: Scholz/Geywitz und Esken/Walter-Borjans.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die SPD sucht eine neue Führung, die Kandidaten gehen auf Werbetour und diskutieren dabei auch über das Thema Rente. Walter-Borjans setzt sich dabei für ein höheres Rentenniveau ein, Gegenkandidat und Bundesfinanzminister Scholz reicht schon eine Stabilisierung.

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Norbert Walter-Borjans, hat eine Erhöhung des Rentenniveaus gefordert. "48 Prozent ist zu wenig", sagte er bei einer Diskussion des Redaktionsnetzwerks Deutschland und des Fernsehsenders Phoenix. Viele Menschen kämen schon mit ihrem vollen Einkommen nicht klar, geschweige denn mit der niedrigeren Rente. Deshalb müssten mehr Menschen in die Rentenkasse einzahlen - und einkommensstarke Bürger auch mehr als bisher. Außerdem müssten auch Beiträge auf Einkommen aus Kapitalanlagen und Vermietung gezahlt werden.

Von rund 39 Millionen aktiven Arbeitnehmern sind zurzeit rund 31 Millionen gesetzlich rentenversichert. Das Sicherungsniveau, das das Verhältnis von Renten zu Löhnen zeigt, beträgt derzeit 48,2 Prozent. Gesetzlich ist ein Absinken des Rentenniveaus unter 48 Prozent bis 2025 ausgeschlossen. Längerfristig sinkt das Rentenniveau laut neuen Rentenversicherungsbericht 2019 aber voraussichtlich über 45,7 Prozent im Jahr 2030 bis auf 44,5 Prozent 2033.

Vizekanzler Olaf Scholz betonte, er wolle das Rentenniveau auch über 2025 hinaus stabilisieren. "Ich habe auch ausgerechnet: Das kann man machen", sagte der Bundesfinanzminister. Die ständige Kritik an der gesetzlichen Rente halte er für eine Ideologie. "Die Rentenversicherung muss von uns beschützt werden", forderte er. Scholz kandidiert im Team mit Klara Geywitz gegen das Duo Walter-Borjans und Saskia Esken um den SPD-Parteivorsitz.

Quelle: ntv.de, bad/dpa