Politik

"Brutale Folter und Mord" Warmbier-Eltern verklagen Nordkorea

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Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA starb Warnbier

(Foto: dpa)

Die Eltern des verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier verklagen das nordkoreanische Regime. Sie glauben, ihr Sohn sei in Gefangenschaft stark gefoltert worden, sodass er später an den Folgen verstorben sei.

Die Eltern von Otto Warmbier haben am Bundesgericht in Washington eine Klage gegen Nordkorea eingereicht. Wie die "Washington Post" berichtet, werfen sie dem Regime in Nordkorea vor, ihren 22-jährigen Sohn Otto in den 17 Monaten Gefangenschaft stark misshandelt zu haben. Die Familie spricht in der Klage von "brutaler Folter und Mord".

Der Student war im März 2016 zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er hatte bei einer Reise in das nach außen abgeschirmte Land ein Propagandaposter geklaut. Während er seine Haft verbüßte, fiel er ins Koma. Nur kurze Zeit nach der Rückkehr Warmbiers in die Vereinigten Staaten verstarb er.

Otto Warmbier hatte an der University of Virginia studiert und war als Teil einer Reisegruppe nach Nordkorea geflogen. Als die Gruppe gemeinsam das Land verlassen wollte, wurde Warmbier am Flughafen festgehalten und später inhaftiert.

In der Klage heißt es, Nordkorea habe "Otto für seinen eigenen unrechtmäßigen Zweck als Geisel" genommen. Fred Warmbier teilte in der Erklärung mit, sein Sohn sei wie ein politischer Gefangener gehalten worden. Er sei als Pfand benutzt worden und besonders brutal von Kim Jong Un misshandelt worden. Kim und sein Regime hätten sich als unschuldig dargestellt, während sie vorsätzlich das Leben ihres Sohns zerstört hätten. Die Klage sei ein weiterer Schritt dahin, Nordkorea für die barbarische Behandlung Ottos und seiner Familie zur Verantwortung zu ziehen.

In der Klage bezeichnen die Eltern Nordkorea als Schurkenstaat, der ihren Sohn ermordet habe.  Die Einreichung erfolgte nur einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Gipfel von Nord- und Südkoreas Staatschefs zur Entschärfung des Atomstreits an diesem Freitag. US-Präsident Donald Trump will Kim voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni treffen.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa