Politik

Proteste Nordkoreas ignoriert Washington genehmigt Raketen für Südkorea

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Südkoreanische Soldaten 2018 bei einer Waffenübung mit der US-Army: Trotz der Proteste aus Nordkorea verkaufen die USA Waffen an den Süden.

(Foto: imago/Kyodo News)

Seit dem Scheitern des Gipfels zwischen US-Präsident Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim kühlt sich auch das politische Klima zwischen den beiden Koreas ab. Nun lässt sich Südkorea Raketen aus den USA liefern, sehr zum Ärger des Nordens.

Inmitten zunehmender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat die US-Regierung den Verkauf von Flugabwehrraketen für rund 300 Millionen Dollar an Südkorea genehmigt. Südkorea wolle bis zu 94 Raketen des Typs SM-2 kaufen, die von Schiffen gegen Luftziele eingesetzt werden, erklärte eine untergeordnete Behörde des US-Verteidigungsministeriums auf ihrer Homepage. Zudem gehe es um zwölf Leitsysteme und technische Unterstützung.

Nordkorea hatte Südkorea zuletzt für Rüstungskäufe in den USA kritisiert. Das Land störte sich unter anderem an der Ankunft der ersten F-35-Kampfjets in Südkorea. Südkorea nutzt bereits SM-2-Raketen des Konzerns Raytheon. Das Land baut derzeit jedoch seine Flotte an Zerstörern aus, die auf Flugabwehr spezialisiert und mit der SM-2 ausgerüstet sind. Auch Japan, ein weiterer Verbündeter der USA in der Region, habe die Genehmigung zum Kauf von US-Waffen erhalten, erklärte die Unterbehörde des Pentagon. Dabei gehe es um Luft-Luft-Raketen mittlerer Reichweite für ebenfalls rund 300 Millionen Dollar.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA nehmen seit dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump im Februar wieder zu. Die Gespräche über die atomare Abrüstung des international isolierten Landes stecken in der Sackgasse. 

Quelle: n-tv.de, mau/rts

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