Politik

Masern-Fälle unter Geretteten Washington stoppt USA-Flüge für Afghanen

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Aus Afghanistan evakuierte Menschen warten auf der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der Machtübernahme der Taliban evakuieren die USA Zehntausende Afghanen aus Kabul. Doch die Weiterreise der Geretteten in die Vereinigten Staaten ist vorerst gestoppt. Grund sind mehrere Masern-Fälle unter den Schutzbedürftigen.

Nach dem Auftreten mehrerer Masern-Fälle lässt die US-Regierung die aus Afghanistan ausgeflogenen Menschen vorerst nicht ins Land. Bei den kürzlich angekommenen Afghanen seien vier Fälle von Masern festgestellt worden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Die Betroffenen seien in Quarantäne. Als "Vorsichtsmaßnahme" und auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden seien die Flüge mit den Afghanen in die USA vorerst ausgesetzt worden.

"Alle jetzt ankommenden Afghanen werden gebeten, sich gegen Masern impfen zu lassen", fügte Psaki hinzu. Afghanische Flüchtlinge, die auf Militärstützpunkten in den USA eingetroffen seien, würden nun unter anderem gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft.

Die US-Regierung prüft laut Psaki zudem die Möglichkeit, auch jene zu impfen, die sich noch auf Militärstützpunkten in anderen Ländern befinden. Die USA nutzen unter anderem den US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz als Transitort für Tausende Afghanen, die nach der Evakuierungsmission am Hindukusch in die USA umgesiedelt werden sollen.

Die nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban gestarteten Evakuierungsflüge aus Kabul waren Ende August mit dem Abzug der US-Truppen eingestellt worden. Über die internationale Luftbrücke waren binnen weniger Wochen etwa 123.000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden - insbesondere Afghanen, die wegen ihrer Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften gefährdet waren.

Unterdessen hat ein zweiter Evakuierungsflug am Freitag 158 Ausländer und Afghanen aus Kabul nach Doha gebracht. Nach Angaben eines katarischen Offiziellen waren in der Maschine von Qatar Airways neben Deutschen auch US-Bürger, Franzosen, Kanadier, Briten sowie Niederländer und Belgier. Am Donnerstag war der erste Evakuierungsflug nach dem Abzug der US-Truppen Ende August mit mehr als 100 Menschen an Bord in Kabul gestartet, darunter 15 Deutsche.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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