Politik

Rückgang der Kriminalität Weniger Gewalttaten von Linksextremen

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Die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg waren von politisch motivierter Gewalt geprägt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der politisch motivierten Gewalttaten des linken Spektrums ist gesunken. Das geht einem Bericht zufolge aus der entsprechenden offiziellen Statistik hervor. Grund sei etwa das Fehlen eines Großereignisses.

Die Polizei hat im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge deutlich weniger Straftaten von Tätern aus dem linksextremistischen Milieu gezählt als 2017. Die Straftaten von Rechtsextremisten seien im Jahresvergleich hingegen unverändert hoch geblieben, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Insgesamt zählten die Sicherheitsbehörden 1300 Gewaltdelikte, die von Autonomen und anderen Linken verübt wurden. Im Jahr zuvor seien es 1967 linke Gewalttaten gewesen. Einen deutlichen Rückgang gab es demnach auch bei den Straftaten aus dem linksextremistischen Spektrum. Die Polizei habe mehr als 7000 Delikte im Jahr 2018 registriert, zuvor seien es fast 10.000 gewesen. Die Behörden führten die Entwicklung unter anderem auf das Fehlen eines "Großereignisses" wie die G20-Gipfels in Hamburg zurück, als es tagelang Krawalle gegeben hatte, schreibt der "Tagesspiegel" weiter.

Bei den rechten Straftaten habe es indes keine große Veränderung gegeben. Sicherheitskreise sprechen von etwas mehr als 20.000 Straftaten, die von Neonazis und andere Rechten verübt worden waren. Im Jahr zuvor seien es etwa 500 mehr gewesen. Gering angestiegen sei die Zahl der Gewalttaten.

Am Dienstag werden Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, die Jahresbilanz politisch motivierter Kriminalität vorstellen.

Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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