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"Wir lassen Worten Taten folgen" Wien schickt 400 Unterkünfte nach Lesbos

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Eines der weltweit größten Transportflugzeuge bringt Österreichs Hilfspaket nach Griechenland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Österreichs Regierungschef Sebastian Kurz lehnt eine Aufnahme von Flüchtlingen aus dem abgebrannten Lager Moria strikt ab - schickt den Betroffenen aber ein umfassendes "Soforthilfepaket". Der Koalitionspartner, die Grünen, verlangt mehr als die Hilfe vor Ort.

Österreich hat mit einem der größten Transportflugzeuge der Welt ein umfassendes Hilfspaket für die Migranten aus dem abgebrannten Lager Moria nach Griechenland geschickt. An Bord der Antonow 124 waren nach Angaben des österreichischen Innenministeriums 400 mit Heizung und Beleuchtung ausgestattete Familienzelte mit Platz für jeweils fünf Menschen, 2700 aufblasbare Matratzen samt Polster und Bettwäsche, 7400 Decken und 2000 Hygienepakete. Die 150 Paletten wollte Innenminister Karl Nehammer selbst am Athener Flughafen übergeben.

"Wir lassen unseren Worten Taten folgen", sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg. Am Wochenende hatten Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler ein "Soforthilfepaket" für die Betroffenen in Griechenland angekündigt. Während andere Staaten noch diskutierten, ob sie vielleicht in einigen Wochen oder Monaten vereinzelt Menschen aufnehmen sollen, würde Österreich rasch und vor Ort helfen, hatte Schallenberg gesagt.

Die Grünen als Koalitionspartner der konservativen ÖVP fordern ergänzend zur Soforthilfe weiter die Aufnahme von Flüchtlingen in Österreich. "Dafür werden wir uns weiter einsetzen", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen. Regierungschef und ÖVP-Vorsitzender Sebastian Kurz ist strikt gegen diesen Schritt.

Quelle: ntv.de, spl/dpa