Politik

FDP-Fraktionschef im "Frühstart" "Wir können jetzt erste Öffnungsschritte machen" 

FDP-Fraktionschef Dürr spricht sich für eine "sukzessive" Lockerung der Corona-Maßnahmen aus. Im "ntv Frühstart" fordert er dazu Vorschläge aus den Ländern - auch von den "wabernden" Ministerpräsidenten der Union.

Der Fraktionschef der FDP im Deutschen Bundestag, Christian Dürr, spricht sich dafür aus, bei den Corona-Maßnahmen "sukzessive" die ersten Öffnungsschritte zu machen. Dies sei mit Blick auf die Krankenhausbelegung "jetzt Mitte Februar" zulässig, sagte Dürr im "ntv-Frühstart". Dürr nannte als möglichen Bereich unter anderem die Regelungen 2G/3G im Einzelhandel und für Hotels. Auch bei den privaten Kontakten bräuchte es Lockerungen.

Dürr übte zudem Kritik an der unklaren Haltung der unionsgeführten Bundesländer: "Die ganzen unionsgeführten Ministerpräsidenten wabern da rum und haben keine eigene Meinung." Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz in der nächsten Woche forderte der FDP-Politiker: "Ich erwarte jetzt von den Ministerpräsidenten, dass sie jetzt Öffnungsvorschläge machen, die dann auf Landesebene umgesetzt werden. Wir können bereits jetzt erste Öffnungsschritte machen."

Eine vollständige Öffnung käme aber zu früh: Dürr verteidigte die Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass es bis zu 500 Tote am Tag geben könnte, sollte zu schnell gelockert werden. "Aktuell sagt er: Wenn wir heute alle Maßnahmen abschaffen würden, dann hätten wir ein Problem und das teile ich durchaus."

Dürr verteidigt Fahrplan

Im Streit um die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht will Dürr am bisherigen Zeitplan festhalten. "Wir lernen gerade ganz viel. Deswegen: Einfach den Fahrplan einhalten", sagte Dürr. Es mache deutlich mehr Sinn, sagte der 44-Jährige, Ende März beziehungsweise Anfang April eine "fundierte Entscheidung" bei dem Thema zu treffen, als frühzeitig eine Entscheidung "aus der Hüfte" zu treffen, die man dann wieder revidieren müsste.

Zudem habe man Ende März auch "ausreichend Daten" zur Omikron-Variante, um dann zu wissen, ob man die Impfpflicht überhaupt noch brauche. Dürr übte in dem Kontext auch Kritik an der Union: "Die CDU/CSU hat bis vor ein paar Wochen gesagt, dass es auf jeden Fall eine allgemeine Impfpflicht ab 18 braucht, jetzt sehen sie es wieder anders. Das zeigt mir: Der Fahrplan ist richtig."

Quelle: ntv.de, psa/shu

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