Politik

Vor Treffen in Abu DhabiWitkoff: "Konstruktives" Gespräch mit Putin-Vertrauten in Florida

31.01.2026, 21:04 Uhr
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"Wir begrüßen dieses Treffen, da es zeigt, dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt", schrieb Witkoff nach seinem Gespräch mit Dmitrijew auf X. (Foto: AFP)

Auf Bitten Trumps unterlässt Moskau bis Sonntag Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine. Doch trotz der diplomatischen Bemühungen ist eine Einigung auf ein Friedensabkommen nicht in Sicht. Nun stehen weitere Gespräche in Abu Dhabi an. Vorher ist Putins Unterhändler in den USA.

Vor neuen Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew wieder in die USA gereist. "Wieder in Miami", schrieb der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube.

Der US-Sondergesandte der Regierung von Donald Trump, Steve Witkoff, schrieb zu dem Treffen, es hätten produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Rahmen des Vermittlungsversuchs der USA zur Förderung einer Lösung des Ukraine-Kriegs stattgefunden. Man sei durch das Treffen bestärkt in der Ansicht, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.

Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Zwar sprachen die Verhandlungsteams von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht.

Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass - dieser umfasst die Gebiete Luhansk und Donezk - zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.

Nach dem Treffen des Russen Dmitrijew mit der US-Delegation teilte Selenskyj mit, dass Kiew nun konkrete Angaben zu weiteren Treffen in der nächsten Woche erwarte. "Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuarbeiten. Wichtig ist, dass es Ergebnisse gibt", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die für Sonntag geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi erwähnte er nicht.

Russland erklärte sich nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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