Politik

Konferenz mit Auslandsvertretern Xi ruft zu Schulterschluss gegen die USA auf

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Chinas Staatschef Xi ruft zum "Aufbau einer Gemeinschaft" gegen die USA auf.

(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Immer wieder werfen Pekings Diplomaten den USA vor, die Entwicklung der Volksrepublik bremsen zu wollen. Bei einem virtuellen Gipfeltreffen zum Partei-Jubiläum wettert Chinas Staatschef Xi nun scharf gegen Washington. Vor Vertretern aus 160 Ländern ruft er zu einem Bündnis gegen die USA auf.

Chinas Präsident Xi Jinping hat auf einem Gipfeltreffen mit politischen Vertretern aus 160 Ländern indirekt zum Schulterschluss gegen die USA aufgerufen. "Gemeinsam müssen wir uns allen Akten des Unilateralismus im Namen von Multilateralismus, Hegemonie und Machtpolitik widersetzen", sagte der Staatschef auf der virtuellen Konferenz. Er rief zum "Aufbau einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit" auf und forderte, jedes Land abzulehnen, das "Technologieblockaden" und "Entwicklungsentkopplung" verfolge.

Chinesische Diplomaten haben den USA wiederholt vorgeworfen, angeblich zu versuchen, die Entwicklung der Volksrepublik zu behindern, indem sie dieser den Zugang zu amerikanischer Technologie verweigerten. In einer offensichtlichen Anspielung auf das "America First"-Motto von Ex-US-Präsident Donald Trump sagte Xi zudem: "Aus dem Blickwinkel von 'Mein Land zuerst' ist die Welt eng und überfüllt und oft voller harter Konkurrenz." Trump hatte als Präsident einen Handelskrieg mit China angezettelt. Sein Nachfolger Joe Biden hat China ebenfalls als einen zentralen strategischen Konkurrenten der USA ausgemacht.

In den vergangenen Wochen drängte Biden und seine Regierung bei mehreren Gelegenheiten demokratische Verbündete wie die EU-Staaten und Japan dazu, eine härtere Haltung gegenüber China einzunehmen. Im Gegenzug fordert China mehr Unterstützung von befreundeten Nationen wie Nordkorea und Serbien ein. An dem Gipfel anlässlich des 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei nahmen Vertreter von 500 Parteien weltweit teil, darunter aus Russland, Simbabwe, Kuba und Burkina Faso.

Quelle: ntv.de, jpe/rts

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