Politik

14.500 Anträge im Januar Zahl der Asylsuchenden sinkt weiter

ARCHIV - «Meldung als Asylsuchender» ist am 17.07.2014 in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZAE) in Zirndorf auf einer Meldebescheinigung für Asylsuchende zu lesen. Die Zahl der Asylverfahren in Niedersachsen hat sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. (zu dpa

Im Januar 2016 hatten noch 90.000 Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt. Im Januar 2017 waren es nur noch rund 14.500.

(Foto: dpa)

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, ist immer mehr rückläufig. Das hilft dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Denn die Mitarbeiter haben mit einem enormen Rückstau durch ältere Anträge zu kämpfen.

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung weiter zurückgegangen. Im Januar seien 14.476 Menschen mit einem entsprechenden Begehren eingereist, teilte das Bundesinnenministerium mit. Im Vergleichsmonat des Vorjahres 2016 waren es laut zentralem Erfassungssystem Easy mit 90.000 mehr als sechsmal so viele.

Die meisten neuen Asylbewerber kamen aus Syrien, dem Irak und Eritrea. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kam den Angaben des Ministeriums zufolge zum Jahresauftakt ferner auch beim Abbau des Verfahrensrückstaus voran. Die Zahl anhängiger Asylvorgänge sank im Januar auf 384.523.

Bis zum Ende des Frühjahrs will die neue Bamf-Präsidentin Jutta Cordt den Rückstau an Verfahren, der sich in den vergangenen Monaten aufbaute, nach eigenen Angaben komplett abarbeiten lassen. Im Januar entschied das Amt über 70.750 Anträge.

Knapp 23 Prozent der Antragsteller wurden als Flüchtlinge gemäß der Genfer Konvention anerkannt. Weitere rund 18 Prozent bekamen sogenannten subsidiären Flüchtlingsschutz nach EU-Recht zugebilligt.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP

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