Politik

Streit um Tempolimit Zahlen der Umwelthilfe sind veraltet

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DUH-Chef Resch sagt, er wäre "sehr froh, wenn es endlich neue Erhebungen über die tatsächlichen Geschwindigkeiten auf Autobahnen" gäbe.

(Foto: imago/Dirk Sattler)

Was bringt ein Tempolimit bezüglich Sicherheit, Spritverbrauch und CO2-Ausstoß? In der Debatte muss die Deutsche Umwelthilfe einräumen, bei den CO2-Emissionen mit mehr als 25 Jahre alten Zahlen argumentiert zu haben - und sieht sich dennoch im Recht.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begründet ihre Forderung nach Tempo 80 auf Landstraßen und 120 auf Autobahnen mit Daten, die bereits mehr als 25 Jahre alt sind. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch argumentiert, mit solchen Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten bis zu fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden. Auf Nachfrage des "Spiegel" räumte er ein, dass sie sich dabei auf eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) von 1999 bezieht.

Der eingesparte Anteil an den gesamten CO2-Emissionen von Pkw hätte durch ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen drei Prozent betragen, bilanzierte die UBA-Studie. Die dieser Analyse zugrunde liegenden Daten sind jedoch 26 Jahre alt. Verkehrsaufkommen, Kfz-Technik und Fahrverhalten hätten sich seitdem geändert, erklärte das Umweltbundesamt dem "Spiegel"-Bericht zufolge. Es hält deshalb eine "Aktualisierung für dringend notwendig".

Resch gibt an, seine Zahl auf Basis der gestiegenen Gesamtfahrleistung und der möglichen Einsparung durch Tempo 80 auf Landstraßen "vorsichtig hochgerechnet" zu haben. Er wäre "sehr froh, wenn es endlich neue Erhebungen über die tatsächlichen Geschwindigkeiten auf Autobahnen" gäbe.

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Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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