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"Schandtaten von Barbaren" Zentralrat der Muslime verurteilt IS

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Mazyek forderte Deutschlands Muslime auf, sich klar gegen die Terrormiliz IS zu positionieren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Taten der Terrormiliz Islamischer Staaten sorgen seit Wochen für Erschütterung. Der Vorsitzende des deutschen Zentralrats der Muslime distanziert sich jetzt deutlich von der IS und warnt, den "Funken der Gewalt" nicht nach Deutschland zu lassen.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland verurteilt die Morde und weiteren Verbrechen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) auf das Schärfste. Aiman A. Mazyek sprach von "Schandtaten dieser Barbaren und marodierenden Banden", die mit dem Islam, dem Koran und der muslimischen Lebensweise nichts zu tun hätten.

"Wir müssen deshalb vor allem in Deutschland dafür sorgen, dass der Funke, den die Krisen und Verwerfungen im Nahen Osten erzeugen, nicht auf Deutschland überspringt", sagte Mayzek der Zeitung "Münchner Merkur". "Das erfordert, dass alle Religionsgemeinschaften zusammenhalten. Wenn ein Gotteshaus angegriffen wird, dann macht es keinen Unterschied, ob es eine Moschee, eine Synagoge oder eine Kirche ist."

An die Muslime in Deutschland appellierte Mazyek: "Wir müssen raus aus dem Schneckenhaus und uns deutlich positionieren. Ein deutscher Muslim muss und sollte nicht nur für Gaza und den Frieden demonstrieren, so richtig dies auch ist. Er muss es auch für Menschen tun, die fälschlich im Namen des Islams leiden, und ihnen seine Solidarität zeigen." Die IS verzeichnet vor allem im Bürgerkriegsland Syrien in den letzten Wochen erheblichen Zulauf.

Zuletzt hatten IS-Kämpfer nach eigenen Angaben den amerikanischen Journalisten James Foley enthauptet. Weltweit rief die Tat Wut und Bestürzung hervor. US-Präsident Barrack Obama sagte, Foleys Tod schockiere "das Bewusstsein der ganzen Welt". Eine Gruppe wie IS habe mit ihren barbarischen Taten "keinen Platz im 21. Jahrhundert". Die Extremisten verfolgten keine religiösen Ziele. "Kein gerechter Gott würde für die Taten stehen, die der Islamische Staat begeht." Die US-Luftschläge würden wie geplant fortgesetzt.

Quelle: n-tv.de, bwe/dpa

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