Politik

Fraktionsvize im "ntv Frühstart" Grüne gehen von Verlängerung des 9-Euro-Tickets aus

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch rechnet damit, dass die Ampel das 9-Euro-Ticket "in eine Verlängerungsrunde schicken" wird. Mit Blick auf die Debatte um ein weiteres Entlastungspaket fordert er eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes.

Die Grünen gehen davon aus, dass das 9-Euro-Ticket verlängert wird. "Wir haben einen sehr konkreten Vorschlag auf den Tisch gelegt", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch im "Frühstart" von ntv. "29 Euro für die Region, 49 Euro für ganz Deutschland."

Der Zeitraum, in dem man für 9 Euro pro Kalendermonat ein bundesweit gültiges Regionalticket erwerben konnte, endet am 31. August. Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP hält ein Folgeticket bisher für nicht finanzierbar. In der Diskussion geht es einerseits darum, den Regionalverkehr günstiger zu machen. Andererseits soll auch die bundesweite Nutzung ermöglicht und das Wirrwarr der Verkehrsverbünde beendet werden.

Die Grünen hätten zahlreiche Finanzierungsvorschläge gemacht und Lindner könne nicht "überall nein sagen", so Audretsch. "Deswegen glaube ich auch, dass wir gemeinsam mit dem Bundesfinanzminister, gemeinsam mit dem Bundeskanzler an den Punkt kommen können, eine der besten Ideen, wie der Kanzler sagt, das 9-Euro-Ticket, in eine Verlängerungsrunde schicken."

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Mit Blick auf die Debatte um ein weiteres Entlastungspaket sprach Audretsch sich für eine deutliche Erhöhung des Kindergeldes aus. "Die acht Euro, die da jetzt vorgesehen sind, das gleicht noch nicht mal die Inflation aus." Die Grünen wollten im dritten Entlastungspaket gezielt Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten. "Und das geht am allerbesten, indem man ihnen Geld gibt, indem man einfach Direktzahlungen auf den Weg bringt."

Eine andere Möglichkeit für eine solche Einmalzahlung sei eine weitere Energiepreispauschale, so der Grünen-Politiker. "Wir haben das schon gemacht. Der Kanal ist jetzt geöffnet. Wir wissen, wie wir es machen - über die Arbeitgeber. Wir müssen die Rentnerinnen und Rentner dann selbstverständlich dabei berücksichtigen."

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 23. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, tbe/hvo

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