Politik

Vor dem Nato-Gipfel in AnkaraTrump macht Türkei Hoffnung auf F-35-Kampfjets

25.06.2026, 06:38 Uhr
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Ein F-35-Jet der belgischen Luftwaffe. (Foto: AP)

Nach dem Kauf russischer Luftabwehrsysteme wirft Washington die Türkei aus dem F-35-Projekt und verhängt Sanktionen. Nun deutet Trump eine Rückkehr Ankaras in das Rüstungsprogramm an. Zugleich lobt der Präsident seinen türkischen Amtskollegen.

Zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat US-Präsident Donald Trump der Türkei eine Rückkehr in das Rüstungsprojekt der F-35-Kampfjets in Aussicht gestellt. Auf die Frage eines Journalisten, ob Trump in dieser Sache mit guten Nachrichten nach Ankara kommen werde, entgegnete er: "Ich glaube schon." Die Frage bezog sich auch auf einen Antrieb, den die USA für das türkische Kampfflugzeug Kaan liefern sollen. Trump sagte weiter: "Ich werde wahrscheinlich etwas tun, worüber sie sich sehr freuen werden."

Der F-35 gilt als eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt. Der Jet wurde ursprünglich von den USA in Zusammenarbeit mit anderen Nato-Staaten entwickelt, zu denen anfangs auch die Türkei gehörte. Die USA schlossen Ankara jedoch 2019 von dem Projekt aus, nachdem der Nato-Partner Raketenabwehrsysteme des Typs S-400 von Russland erworben hatte. Washington belegte später das türkische Direktorat der Verteidigungsindustrie mit Sanktionen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat schon mehrmals seinen Wunsch nach F-35-Fliegern geäußert. Vizepräsident JD Vance sagte nach Trumps Äußerungen, aktuell werde geprüft, ob sich die Türkei an alle nötigen Vorgaben halte. Dieser Prozess laufe derzeit noch.

"Halte ihn für einen sehr guten Menschen"

Trump hob vor den Journalisten auch sein nach eigenen Worten gutes Verhältnis zum türkischen Präsidenten hervor. Erdogan sei eine kontroverse Figur, aber das sei er selbst auch, sagte Trump. "Ich halte ihn für einen sehr guten Menschen." Ohne Erdogan würde er womöglich gar nicht zu dem Gipfel kommen, der am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt stattfindet, sagte Trump.

Das kommende Treffen wird überschattet vom anhaltenden Zwist der Verbündeten über den Iran-Krieg. Trump erneuerte in diesem Zusammenhang am Mittwoch seine Kritik an Deutschland und anderen europäischen Staaten. Er sei "enttäuscht über Deutschland" und die Haltung der Bundesregierung im Iran-Krieg, sagte Trump in Washington. Er habe die Bundesregierung im Iran-Krieg gebeten: "Gebt uns einen kleinen Stups, gebt uns ein kleines Küsschen. Aber sie haben nein gesagt." Auch gegen Frankreich, Italien und Großbritannien teilte Trump erneut aus. Die Verbündeten hätten die USA "im Stich gelassen".

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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