Jetzt schon an den Sommer denkenDiese mobilen Klimaanlagen kühlen im Test richtig gut runter

Mobile Klimaanlagen bieten an heißen Tagen Abkühlung und sorgen für angenehme Temperaturen in den eigenen vier Wänden. Die Auswahl an Geräten ist groß - der ntv Produkt-Check zeigt, welche Modelle in der Praxis überzeugen.
Mobile Klimaanlagen sind flexible, transportable Geräte, die Räume schnell runterkühlen können, ohne dass eine feste Installation notwendig ist. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in einzelnen Zimmern und verfügen meist über einen Abluftschlauch, der heiße Luft nach außen abführt. Dabei lassen sich deutliche Unterschiede in Kühlleistung und Lautstärke feststellen.
So lief der Klimaanlagen-Test ab
Welche mobilen Klimaanlagen bringen schnelle und effektive Abkühlung? Wir durften die Kinderzimmer unserer Test-Familie nutzen, die ideale Bedingungen boten: Temperaturen von über 30 Grad und eine Raumgröße von etwa 17 Quadratmetern. Unter diesen nahezu identischen Voraussetzungen überprüften wir die Geräte in den Kategorien
Kühlleistung
Lautstärke
Benutzerfreundlichkeit
Preis-Leistung
Fazit zum Test der mobilen Klimaanlagen
Das Testfazit zeigt deutliche Unterschiede: Während die günstigeren Modelle etwa zwei Stunden benötigen, um den Raum merklich herunterzukühlen, überzeugen die teureren Geräte durch ihre schnelle und effektive Leistung. Wer also rasch eine angenehme Temperatur wünscht, ist mit einer mobilen Klimaanlage mit Abluftschlauch gut beraten: Das Comfee Klimagerät* und die mobile Klimaanlage "9000 BTU WIFI A1"* haben in unserem Test entsprechend die Nase vorn.
Mobile Klimageräte: Vier Modelle im Test
Midea Luftkühler ohne Abluftschlauch mit Wasserkühlung, circa 111 Euro*
Mobile Klimaanlage von Silvercrest, circa 350 Euro* (Transparenzhinweis: Verlinkt ist eine neuere und teurere Version des getesteten Produkts)
Kitmous 4 in 1 Multifunktions-Klimagerät, aktuell nicht verfügbar
Wichtig zu wissen: Klimageräte unterliegen extremen Preisschwankungen, weshalb ein regelmäßiger Preisabgleich sinnvoll sein kann. Ideal ist es, ein entsprechendes Geräte bereits vor Beginn der Hitzesaison zu kaufen.
Hinweis: Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Kitmous 4-in-1 Multifunktions-Klimagerät mit Wasserkühlung
Zunächst werden zwei Geräte mit Wasserkühlung genauer unter die Lupe genommen, darunter das Modell von Kitmous. Ausgestattet mit einem 700-ml-Wassertank gestaltet sich die Bedienung einfach: Tank füllen und einschalten. Trotz seiner kompakten Größe überzeugt das Gerät durch eine starke Leistung, doch mit der geht ein hoher Geräuschpegel einher: Mit gemessenen 71 Dezibel erreicht das Kitmous-Modell die Lautstärke eines vorbeifahrenden Autos. Für die Testfamilie ist das ein klarer Nachteil: "Das würde mich beim Schlafen stören", merkt die Tochter an. Nach einer Stunde Laufzeit sinkt die Zimmertemperatur auf 27 Grad.
Midea Luftkühler ohne Abluftschlauch mit Wasserkühlung
Der Midea-Luftkühler verfügt über einen deutlich größeren Wassertank als vergleichbare Geräte, hier passen ganze 5 Liter Wasser rein. Nach dem Befüllen kann das Gerät sofort gestartet werden. Testerin Tina äußerte jedoch zunächst Bedenken: "Das Wasser füllt man bei diesem Gerät unten rein, und bei diesem Gerät sind Kabel und Schläuche zusammen, das ist mir nicht so geheuer." Diese Sorge kann jedoch schnell entkräftet werden, da durch die Kabel kein Strom fließt - hierbei handelt es sich lediglich um die Wasserpumpe.
Der Midea Luftkühler* zeigt eine überzeugende Kühlleistung, da er kräftig kalte Luft in den Raum bläst. Der Schwachpunkt: Auch dieses Gerät ist mit 71 Dezibel recht laut, das Fazit der Testerin fällt entsprechend durchwachsen aus. Nach einer Stunde Laufzeit messen wir eine Raumtemperatur von angenehmen 25 Grad.
Mobile Klimaanlage 9000 BTU WIFI A1 von Silvercrest
Der Test wird mit den mobilen Klimageräten mit Abluftschlauch fortgesetzt, die im Vergleich zu anderen Modellen deutlich teurer sind. Das Modell von Silvercrest überzeugt dafür aber mit vielfältigen Funktionen, darunter Timer und Schlafmodus. Der Aufbau ist machbar, erfordert aber etwas Zeit - laut Testerin dauert es etwa 15 Minuten, die Mobile Klimaanlage 9000 BTU WIFI A1 einsatzbereit zu machen, da die Fenster mit dem mitgelieferten Zubehör abgedichtet werden müssen, um die heiße Luft effektiv abzuführen.
In puncto Lautstärke zeigt auch die mobile Klimaanlage von Silvercrest* Schwächen: Mit gemessenen 73 Dezibel ist sie lauter als erwartet. Die Leistung bei der Kühlung macht dies jedoch teilweise wett:. Nach nur 20 Minuten sinkt die Raumtemperatur auf angenehme 25 Grad.
Transparenzhinweis: Verlinkt ist eine neuere und teurere Version des getesteten Produkts.
Comfee Klimagerät mit Abluftschlauch
Das Comfee-Klimagerät gehört zu den hochpreisigeren Modellen im Test. Ähnlich wie das Silvercrest-Gerät wird es mit Fensterabdichtungen und einer praktischen Fernbedienung geliefert. Der Aufbau gestaltet sich jedoch aufwendiger, da auch hier die Fenster vor der Nutzung abgedichtet werden müssen, um die heiße Abluft effektiv nach draußen zu leiten. Unsere Testerin stellt fest, dass der Aufbau mit etwa 15 Minuten mehr Zeit und Geduld erfordert, als sie erwartet habe.
In der Praxis zeigt das Modell eine überzeugende Kühlleistung, allerdings auf Kosten der Lautstärke: Mit 75 Dezibel ist das Comfee Klimagerät* eines der lautesten Geräte im Test. Die Kühlleistung kann diese Schwäche jedoch ausgleichen: Nach 20 Minuten liegt die Raumtemperatur bei 24,1 Grad, weitere 20 Minuten später bei lauen 20 Grad.
Klimaanlagen mit oder ohne Abluftschlauch? Was der Experte sagt
Produkt-Experte Johannes Fey spricht sich für Klimaanlagen mit Abluftschlauch aus. "Die saugen die warme Luft im Raum ein, dann wird die Temperatur mithilfe eines Kühlmittels heruntergekühlt und die kalte Luft wieder ausgeblasen", erklärt der Experte. Laut dem Fachmann würden diese Geräte dank ihrer Technologie eine "besonders schnelle und effektive Kühlung" ermöglichen.
So werden mobile Klimaanlagen nicht zum Stromfresser
Mobile Klimaanlagen können durchaus Stromfresser sein, da ihr Verbrauch je nach Modell und Leistungsfähigkeit zwischen 0,5 und 2 kW pro Stunde liegt. Ineffiziente oder ältere Geräte verbrauchen viel Energie, vor allem wenn sie über mehrere Stunden laufen, um größere Räume oder stark aufgeheizte Zimmer runterzukühlen. Moderne Modelle mit Energieeffizienzklasse A oder besser und zusätzlichen Energiesparfunktionen wie Timer oder Schlafmodus können dabei helfen, den Stromverbrauch deutlich zu reduzieren.
Um den Verbrauch zu senken, sind einige Maßnahmen hilfreich: Die Raumgröße sollte zur Leistung des Geräts passen, eine gute Dämmung von Fenstern und Türen verhindert ständigen Wärmeeintrag. Auch eine moderate Temperatureinstellung (etwa 23–25 °C) spart Energie. Wer Klimageräte effizient nutzt und mit einfachen Alternativen wie Ventilatoren oder Verdunkelungen kombiniert, kann die Energiekosten minimieren - mobile Klimageräte können dann eine komfortable Kühlung bieten, ohne unnötig hohe Stromrechnungen zu verursachen.
*Wir kaufen die Produkte für den ntv Produkt-Check auf eigene Kosten und testen und vergleichen sie unabhängig und nach objektiven Kriterien. Wird ein Produkt über einen Link im Artikel gekauft, erhalten wir eine kleine Provision. Auf den Kaufpreis hat das keinen Einfluss.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 24. Juli 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.
