Teflon, Keramik, GusseisenDiese Bratpfanne ist der Testsieger

Die Auswahl bei Pfannen ist riesig, die Preisunterschiede ebenfalls. In unserem Test braten wir Spiegelei, Pfannkuchen und Steak in unterschiedlichen Modellen und Materialien. Gibt es die eine, die alles kann und obendrein auch noch preisgünstig ist?
Bratpfannen unterscheiden sich vor allem in Sachen Material, Hitzebeständigkeit, Antihaftwirkung, Pflegeaufwand und Haltbarkeit. Die gängigsten Materialien sind dabei Teflon, Keramik, Gusseisen, Emaille und Edelstahl. Der ntv Produkt-Check testet verschieden beschichtete Pfannen: Welche eignet sich am besten für welches Gericht, und muss eine gute Pfanne immer zwangsläufig hochpreisig sein?
Diese verschiedenen Pfannentypen haben wir getestet
Kunststoffbeschichtung PTFE (Teflon):
Keramikbeschichtung:
Gusseisen:
Emaille:
Edelstahl:
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Welche Teflon-Pfanne überzeugt im Test?
Dank ihrer guten Antihaftwirkung eignen sich Bratpfannen mit Teflonbeschichtung (PTFE) gut für Gerichte mit Hühnerbrust, Fisch, Gemüse oder Rührei. Bei einer Temperatur von bis zu circa 260 Grad lassen sich Lebensmittel in Teflonpfannen schonend und fettarm braten. Wichtig bei der Verwendung: Um das Zerkratzen der Beschichtung zu vermeiden, sollte auf Metallbesteck verzichtet werden. Zudem sollten die Pfannen per Hand gereinigt werden. Außerdem wichtig: Eine Teflonpfanne sollte niemals über 300 Grad oder leer auf voller Power erhitzt werden, andernfalls könnten giftige Stoffe freigesetzt werden, warnt Koch Patrick Schmiedel.
Im Test vergleichen wir zwei Teflon-Pfannen von Tefal. Das günstigere Modell Easy Cook* kostet etwa 21 Euro. Für die 47-Euro-Pfanne von Jamie Oliver* bekommen Koch-Fans ein Utensil mit dickerem Boden und mehr Gewicht. Deswegen wirkt letzteres Modell deutlich hochwertiger. Doch zeigt sich der Preisunterschied auch im Brat-Test?
Spiegelei:
Die Hitze, die beim Braten in Teflonpfannen entsteht, wirkt direkter als zum Beispiel bei Keramikpfannen. Das ist auch der Grund, warum die Spiegeleier hier zwar schneller fertig sind, die Hitze sich aber zumindest in der günstigen Pfanne nicht optimal verbreitet. Die Folge: Das Ei wird zu braun.
Pfannkuchen:
Auch bei Pfannkuchen kann die günstige Teflon-Pfanne nicht wirklich überzeugen. Weil das Material hier etwas dünner ist, kommt die Hitze sehr direkt von unten, erklärt Koch Patrick Schmiedel. Die Folge: Der Pfannkuchen brennt leicht an. Die teurere Teflonpfanne von Jamie Oliver macht hingegen einen gleichmäßig gebräunten Pfannkuchen.
Steak:
Der Mythos, dass sich in Teflonpfannen keine Röstaromen bilden, halte sich zwar hartnäckig, stimme aber nicht, weiß Experte Schmiedel. Obwohl die Pfannen nicht mehr als 300 Grad Hitze vertragen, gelingt hier ein 1A-Steak. Für unsere Tester liefert die teure Teflonpfanne sogar das beste Steak von allen.
Keramik-Pfannen von Innerwell und GreenPan im Test
Keramik hat eine gute Antihaftwirkung und ist sogar hitzebeständiger als Teflon, kann also auch zum scharfen Anbraten verwendet werden. Auch hier gilt: Metallutensilien zum Wenden sollten besser vermieden werden. Keramik ist außerdem stoßempfindlich, das Material kann mit der Zeit rissig werden.
Wir vergleichen die günstige Innerwell Antihaft Bratpfanne* für circa 30 Euro und eine teurere Pfanne von GreenPan* für gut 80 Euro. Beide Pfannen besitzen eine Antihaftschicht aus Quarzsand, sind laut Hersteller kratzfest, leicht zu reinigen und backofengeeignet. Aber wie schlagen sich die Pfannen im Brattest von Spiegelei, Pfannkuchen und Steak?
Spiegelei:
Sowohl das teurere als auch das günstigere Modell können hier auf der ganzen Linie überzeugen: Die Eier lassen sich gut braten und gleiten nach rund drei Minuten geschmeidig aus der Pfanne auf den Teller. Einziger Unterschied: Bei der günstigeren Pfanne von Innerwell kommt die Hitze direkter und schneller an, bei der teureren GreenPan-Pfanne verteilt sie sich langsamer, was das Ei gleichmäßiger garen lässt. Im Geschmackstest überzeugen die Spiegeleier hier am meisten.
Pfannkuchen:
Auch im Hinblick auf Pfannkuchen können beide Keramikpfannen überzeugen. Sie lassen sich einfach wenden. Nichts brennt an.
Steak:
Auch bei Steak liefern die Keramikpfannen ab - lecker, perfekt gebraten, auf den Punkt. Das günstige Modell soll Hitze sogar bis zu 450 Grad aushalten.
Wie gut sind die Gusseisen-Pfannen von Tecor und Navaris?
Bei gusseisernen Pfannen entwickelt sich die Antihaftwirkung ganz ohne künstliche Stoffe durch Einbrennen. So entsteht eine schützende Schicht - die sogenannte Patina - auf der Oberfläche, was hohe Brattemperaturen ermöglicht. Nicht geeignet ist diese Form der Beschichtung für säurehaltige Speisen.
Auch hier vergleichen wir im Praxistest die günstigere Navaris Gusseisenpfanne mit der teureren von Tecor*, wobei sich die Pfannen allein schon durch ihr Gewicht von den anderen getesteten Kochgeräten mit Beschichtung unterscheiden. Wie macht sich das beim Braten von Spiegelei, Pfannkuchen und Steak bemerkbar?
Spiegelei:
Die Gusseisen-Pfannen erweisen sich in unserem Test beide nicht als optimale Wahl für die Zubereitung von Spiegeleiern. Beim Braten produzieren beide Pfannen Blasen, die Spiegeleier kleben am Boden fest.
Pfannkuchen:
Auch bei den Pfannkuchen können die schweren Gusseisen-Pfannen nicht komplett überzeugen: Sie brauchen länger, und die Zubereitung geht weniger locker von der Hand als bei den Konkurrenten mit Keramik- oder Teflonbeschichtung. Auch das Herausgleiten funktioniert nicht so problemlos wie bei den anderen Pfannen.
Steak:
Das Braten der Steaks funktioniert in beiden Gusseisen-Pfannen gleichermaßen gut. Allerdings sind beide Geräte sehr schwer, was in Sachen Handling für manche einen Minuspunkt darstellen könnte.
Gut zu wissen: Die gusseiserne Pfanne sollte nur mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt werden, sonst leidet die Patina. Entsprechende Geräte sind deutlich schwerer als ihre leichtgewichtigen Verwandten aus Kunststoff, dafür halten sie aber bei richtiger Pflege jahrzehntelang. Wer gerne überm Feuer kocht und brutzelt, kann die Pfannen auf entsprechenden Füßen auch dafür verwenden.
Welche Pfanne überzeugt im Test auf ganzer Linie?
Als echter Allrounder überzeugt uns vor allem die Tefal-Teflonpfanne von Jamie Oliver für rund 45 Euro. Wer rundum perfekte Spiegeleier anstrebt, könnte außerdem noch die günstige Keramikpfanne von Innerwell für rund 33 Euro ins Küchen-Portfolio mit aufnehmen - zwei Pfannen, in denen alles gelingt, ohne dass der Geldbeutel zu sehr leidet.
Das kann die Riess-Pfanne mit Emaillebeschichtung
Neben den genannten Pfannen aus Teflon, Keramik und Gusseisen gibt es noch weitere Modelle aus anderen Materialien. So lässt sich beispielsweise mit Emaillepfannen gut scharf anbraten, da sie sehr hitzebeständig sind. Beim Braten wird hier etwas mehr Fett als bei Kunststoff- oder Keramikbeschichtung benötigt. Pluspunkt: Gegenüber Kratzern sind entsprechende Pfannen weitestgehend unempfindlich. Bei guter Pflege sind sie sehr langlebig. Stöße sollten hingegen vermieden werden, das Material kann abplatzen.
Klassiker mit guten Röstaromen - die WMF-Pfanne aus Edelstahl
Auch Edelstahlpfannen glänzen mit Hitzebeständigkeit. Hier kann problemlos scharf angebraten werden, gute Röstaromen sind die Folge. Gegen Kratzer sind die Kochgeräte aus Edelstahl unempfindlich, oft können sie sogar in der Spülmaschine gereinigt werden. Einziges Manko: Bei starker Beanspruchung können Edelstahlpfannen im Laufe der Zeit matt werden. Weil keine Beschichtung vorhanden ist, wird fürs Braten immer ausreichend Fett benötigt.
Wer sonst immer mit beschichteten Pfannen hantiert hat, braucht eventuell etwas Übung - dann wird das Ergebnis aber richtig lecker.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 24. September 2025 und wurde danach redaktionell überarbeitet.






