Außen knusprig, innen fluffigWaffeleisen im Test - das ist der Preis-Leistungs-Sieger

Goldbraun-knusprig, innen schön weich - so sollten Waffeln schmecken. Doch in der Praxis liefert nicht jedes Waffeleisen entsprechend ab. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf beliebte Modelle. Welches überzeugt?
Ob klassisch in Herzform oder belgisch dick und knusprig - nicht nur Kinder lieben süße Waffeln. Damit die auch zu Hause gelingen, braucht es vor allem eines: ein zuverlässiges Waffeleisen. Dabei unterscheiden sich die Geräte deutlich in Ausstattung, Leistung und Preis. Manche Modelle gibt es schon ab 20 Euro, andere kosten über 100 Euro. Doch bedeutet auch automatisch besser? Der ntv Produkt-Check macht den Praxistest.
Waffeleisen im Test - das Fazit
Das Krups Waffeleisen FDK251* liefert im Test auf ganzer Linie lecker ab: Die Bedienung ist einfach und intuitiv, das Gerät heizt schnell auf, das Backergebnis überzeugt. Mit kleinen Abstrichen bei der Handhabung sichert sich das Bestron Mini-Waffeleisen* den Preis-Leistungs-Sieg - hier gibt's leckere Mini-Waffeln zum kleinen Preis.
So vergleichen wir die Waffeleisen
Bevor gebacken wird, zählt der erste Eindruck: Wie hochwertig wirkt das Material, ist das Waffeleisen stabil, steht es sicher auf der Arbeitsfläche? Anschließend prüfen wir die Handhabung: Lassen sich Temperatur oder Bräunungsgrad regulieren, ist die Bedienung intuitiv und selbsterklärend? Im Praxistest heizen wir alle Geräte nach Anleitung vor und fetten die Eisen - wie bei neuen Geräten empfohlen - leicht ein: Entstehen unangenehme Gerüche oder Rauch? Ein wichtiger Aspekt im Alltag ist die Reinigung: Lassen sich Teigreste leicht entfernen, sind die Platten herausnehmbar oder im besten Fall sogar spülmaschinengeeignet? Wie gut kommt man beim Saubermachen an schwer zugängliche Stellen? Generell gilt: Für unseren Test kommt bei allen Geräten der gleiche Teig zum Einsatz.
Die Waffeleisen im Test
Testsieger: Krups Waffeleisen FDK251, circa 49 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Bestron Mini-Waffeleisen, circa 19 Euro*
Hinweis: Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an. Die Angaben in der Produktübersicht beziehen sich auf die Preise zum Testzeitpunkt
Unser Testsieger: das Krups-Doppel-Waffeleisen
Kurz und knapp: Das Doppel-Waffeleisen von Krups macht schon beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck, das Gehäuse in Silber-Schwarz wirkt robust und steht dank gummierter Füße stabil auf unserer Arbeitsfläche. Das Design ist schlicht und kommt ohne überflüssige Extras. Der isolierte Griff liegt gut in der Hand und bleibt auch während des Betriebs angenehm kühl.
Die Bedienung ist unkompliziert: Nach dem Einstecken muss lediglich der Einschaltknopf gedrückt werden, eine Kontrollleuchte signalisiert die Betriebsbereitschaft. Ein Temperaturregler fehlt leider, doch das Gerät heizt schnell auf - in unserem Test nach rund vier Minuten. Die fest verbauten Platten lassen sich einfach befüllen, das Öffnen und Schließen des Deckels klappt problemlos. Positiv fällt auf: Beim ersten Einschalten treten weder Rauch noch unangenehme Gerüche auf.
Im Praxistest überzeugt uns das Krups-Gerät mit seinen gleichmäßigen Backergebnissen, laut Hersteller liegt die Leistung bei 850 Watt. Die rechteckigen Mulden sind großzügig dimensioniert, der Teig verteilt sich gut, nichts läuft über. Nach etwa vier Minuten sind die Waffeln fertig - gut gebräunt, außen knusprig, innen locker. Wer ein dunkleres Ergebnis bevorzugt, kann den Teig problemlos etwas länger im Gerät lassen. Ein klarer Vorteil dieses Modells: Es lassen sich zwei belgische Waffeln gleichzeitig backen. Zubehör ist nicht enthalten, dafür liefert die Bedienungsanleitung einfache Rezeptideen mit.
Da die Platten fest verbaut sind, ist eine Reinigung in der Spülmaschine nicht möglich. Durch die Antihaftbeschichtung lassen sich Krümel und Fettrückstände aber in der Regel problemlos mit einem feuchten Tuch entfernen. Wichtig: Das Krups Waffeleisen* sollte vor dem Saubermachen vollständig abgekühlt sein.
Unser Preis-Leistungs-Sieger: das Bestron Mini-Waffeleisen
Kurz und knapp: Retro-Design zum kleinen Preis: Das Mini-Waffeleisen von Bestron überzeugt mit einfacher Handhabung und schneller Backzeit.
Die rosafarbene Kunststoffhülle mit abgerundeten Formen wirkt verspielt, das Gehäuse besteht überwiegend aus Kunststoff mit einigen metallischen Elementen - für den günstigen Preis ist die Verarbeitung des Bestron-Eisens in jedem Fall zufriedenstellend. Die Antihaftbeschichtung der Platten ist gleichmäßig aufgetragen und macht einen sauberen Eindruck.
Die Handhabung ist unkompliziert: Nach dem Einstecken zeigt eine Kontrollleuchte den Aufheizvorgang an, nach rund einer Minute und 22 Sekunden ist das Gerät betriebsbereit. Der Griff bleibt während des Betriebs angenehm kühl, die Wärmeisolierung funktioniert gut. Punktabzug gibt es von uns allerdings für die Standfestigkeit: Die Antirutschfüße greifen zwar, doch bei etwas mehr Druck verrutscht das Gerät schnell bzw. kippt leicht. Ein Temperaturregler ist nicht vorhanden, daher muss der gewünschte Bräunungsgrad per Sichtkontrolle und Timing von uns bestimmt werden - das erfordert etwas Aufmerksamkeit, funktioniert im Praxistest aber zuverlässig.
Die erste Waffel ist nach etwa zwei Minuten fertig - außen leicht knusprig, innen fluffig, ein gelungenes Ergebnis. Wichtig ist jedoch, den Teig sparsam zu portionieren, da er sonst über den Rand läuft und ungleichmäßig gebacken wird. Bei mehreren Waffeln in Folge zeigt sich, dass das Bestron Mini-Waffeleisen* zwischendurch etwas nachheizen muss. Zusätzliches Zubehör ist nicht enthalten, lediglich eine einfache Bedienungsanleitung liegt bei.
Dank Antihaftbeschichtung gestaltet sich die Reinigung einfach. Nach dem Abkühlen lassen sich Teigreste mit einem feuchten Tuch oder weichen Schwamm entfernen, auf scharfe Reinigungsmittel sollten besser verzichtet werden. Die Platten sind fest verbaut und damit nicht spülmaschinengeeignet - aufgrund der kompakten Größe des Geräts ist die Reinigung dennoch schnell erledigt.
Cloer 1621 Waffeleisen - klassisches Modell für Herzwaffeln
Kurz und knapp: Das Cloer 1621 Waffeleisen* arbeitet schnell, liefert gleichmäßige Ergebnisse und überzeugt durch einfache Bedienung. Für besonders große Mengen oder dicke Waffeln könnte ein leistungsstärkeres Gerät sinnvoller sein - in unserem Praxistest schneidet das Modell aber sehr gut ab und verfehlt den Titel "Preis-Leistungs-Sieger" nur knapp.
Das Cloer 1621 präsentiert sich im klassischen Design: ein schlichtes, weißes Metallgehäuse mit funktionalen Elementen. Die Verarbeitung wirkt solide, die Antihaftbeschichtung ist gleichmäßig aufgetragen. Die Steuerung erfolgt über einen Drehregler mit fünf Bräunungsstufen. Eine Kontrollleuchte zeigt an, wann das Gerät betriebsbereit ist - im Test ist das nach rund zwei Minuten und 45 Sekunden der Fall. Die Handhabung ist einfach und intuitiv, einziger Nachteil: Es gibt keinen separaten Ein-/Ausschalter. Vielmehr beginnt das Gerät zu heizen, sobald der Stecker eingesteckt und der Regler eingestellt ist. Nach der Nutzung muss es daher unbedingt manuell vom Strom getrennt werden. Positiv fällt die Passgenauigkeit des Deckels auf: Die Herzformen werden gleichmäßig ausgeprägt, was sich auch im Backergebnis zeigt.
Die ersten Waffeln sind bereits nach einer Minute und 17 Sekunden fertig, außen knusprig, innen weich und saftig. Über den Regler lässt sich die Bräunung gut steuern: Bei mittlerer Einstellung entstehen goldgelbe Waffeln, bei höherer Stufe wird die Oberfläche dunkler, ohne anzubrennen. Die Leistung von 930 Watt sorgt für zügiges Arbeiten - ein Vorteil bei mehreren Durchgängen. Wie bei anderen Modellen mit fester Antihaftplatte reicht auch hier in der Regel ein feuchtes Tuch zur Reinigung. Die Platten sind nicht herausnehmbar, lassen sich aber einfach abwischen, sobald das Gerät abgekühlt ist.
Waffeleisen Russell Hobbs 24540-56 - das Multitalent
Kurz und knapp: Das Russell Hobbs 3-in-1-Eisen überzeugt vor allem durch seine Vielseitigkeit. Wer ein kompaktes Gerät für gelegentliches Waffelbacken, Sandwiches oder Grillgerichte sucht, findet hier eine solide Lösung. Für ambitionierte Waffelfans oder dicke belgische Waffeln ist es hingegen weniger geeignet.
Das Gerät vereint Waffeleisen, Sandwichmaker und Kontaktgrill. Beim Auspacken fällt das schlichte Design ins Auge - funktional und stabil. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und wirkt solide verarbeitet. Die Bedienelemente sind übersichtlich, die wechselbaren Platten lassen sich einfach einsetzen und wieder entnehmen - ein praktisches Detail, wie wir finden. Die Leistung liegt laut Hersteller bei 750 Watt.
Das Russell Hobbs Multifunktionsgerät* heizt automatisch auf, sobald es eingesteckt wird, ein separater Ein-/Ausschalter fehlt. Auch ein Temperaturregler ist nicht vorhanden, die Hitze lässt sich daher nicht individuell anpassen. Dafür lassen sich die Waffelplatten über einen seitlichen Mechanismus schnell austauschen. Die Aufheizzeit beträgt im Test rund drei Minuten, während des Betriebs entstehen auch hier weder Rauch noch unangenehme Gerüche.
Die Waffelplatten sind flach und rechteckig und damit für belgische Waffeln gedacht. Die Hitzeverteilung ist gleichmäßig, die Waffeln bräunen ordentlich, bleiben aber im Vergleich zum Testsieger eher weich - eine Konsistenz, die uns an Pfannkuchen erinnert. Nach fünf Minuten sind die Waffeln fertig, geschmacklich vollkommen in Ordnung, aber nicht besonders kross oder tief geprägt.
Im Lieferumfang enthalten sind drei Plattensets für Waffeln, Sandwiches und Grillgut. Alle Platten verfügen über eine Antihaftbeschichtung und sind spülmaschinengeeignet - ein klarer Pluspunkt im Alltag. Die Reinigung ist damit unkompliziert, das Gehäuse wird mit einem feuchten Tuch abgewischt.
Tefal King Size Waffeleisen WM756D - für belgische Waffeln
Kurz und knapp: Das Tefal WM756D richtet sich an Verbraucher, die regelmäßig große belgische Waffeln backen. Die solide Verarbeitung, die Drehfunktion und die herausnehmbaren Platten sprechen für das Gerät, allerdings sind die Backzeiten länger als erwartet, und das Nachfetten der Platten kann im Alltag etwas störend sein. Insgesamt bietet das Gerät vor allem bei größeren Mengen eine gute Leistung.
King Size ist hier Programm: Bereits beim Auspacken fällt auf, dass es sich hier um ein besonders großes und robustes Gerät handelt. Das Gehäuse wirkt hochwertig, insbesondere die gebürstete Metalloberfläche am Deckel vermittelt Stabilität. Der Griff liegt gut in der Hand, die Drehmechanik funktioniert im Test einwandfrei.
Das Gerät verfügt über einen Temperaturregler und eine Kontrollleuchte, die den Aufheizvorgang anzeigt. In unserem Test dauert das Vorheizen allerdings vergleichsweise lange: Erst nach rund fünf Minuten und 30 Sekunden ist das Eisen betriebsbereit. Mithilfe des 180-Grad-Drehmechanismus soll sich der Teig gleichmäßig verteilen - in der Theorie ein Vorteil, in der Praxis überzeugt uns das Ergebnis jedoch zunächst nicht: Nach der vom Gerät empfohlenen Backzeit ist der Teig im Inneren noch nicht vollständig durchgegart. Erst nach etwa neun Minuten haben wir eine gleichmäßig gebräunte belgische Waffel. Die Bedienelemente sind generell gut erreichbar, der Griff bleibt während des Betriebs angenehm kühl. Allerdings müssen wir die Backplatten in unserem Test regelmäßig nachfetten, da die Waffeln trotz Antihaftbeschichtung teilweise haften bleiben.
Nachdem wir den Dreh raushaben, liefert das Eisen zwei große belgische Waffeln gleichzeitig. Die Bräunung ist gleichmäßig, die Konsistenz außen knusprig und innen weich. Wer regelmäßig größere Mengen oder dicke Waffeln zubereiten möchte, ist mit dem Tefal King Size Waffeleisen* sicher gut beraten.
Im Lieferumfang enthalten sind eine Auffangschale und eine Bedienungsanleitung mit Rezeptideen. Positiv hervorzuheben ist die Reinigung: Die Backplatten lassen sich herausnehmen und sind spülmaschinengeeignet, das restliche Gehäuse wird mit einem feuchten Tuch gereinigt.
Wichtige Sicherheitstipps für den Umgang mit Waffeleisen
Waffeleisen niemals unbeaufsichtigt lassen: Das Waffeleisen während des Betriebs nie alleine lassen - überlaufender Teig, Rauch oder technische Defekte können schnell brandgefährlich werden.
Hitzeschutz beachten: Metallflächen und Backplatten werden extrem heiß, das Gerät sollte entsprechend nur am isolierten Griff angefasst werden. Sicherheitshalber sollte man Topfhandschuhe tragen, besonders beim Öffnen des Deckels oder beim Drehen.
Auf sichere Stromversorgung achten: Das Waffeleisen sollte nur an einer unbeschädigten, trockenen Steckdose angesteckt werden, niemals in der Nähe von Wasser. Im Idealfall sollte das Gerät einzeln an einer Steckdose betrieben und nicht via Mehrfachstecker oder Verlängerungskabel mit anderen Küchengeräten kombiniert werden. Nicht vergessen: den Netzstecker ziehen, sobald das Gerät nicht mehr benutzt wird.
Kinder fernhalten: Waffeleisen sind kein Spielzeug, Kinder sollten das Gerät nur unter Aufsicht bedienen. Auch nach dem Backen bleibt das Eisen lange heiß - besonders die Außenseiten.
Klassisches Waffelrezept (für ca. 8 bis 10 Waffeln)
125 g Butter (weich)
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier (Größe M)
250 g Mehl
1 TL Backpulver
200 ml Milch
100 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure für mehr Fluffigkeit)
optional eine Prise Salz
Zubereitung der Waffeln
Zunächst Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nacheinander hinzufügen und jeweils gründlich unterrühren. Mehl und Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch in den Teig einarbeiten. Zum Schluss das Mineralwasser unterrühren - der Teig sollte dickflüssig, aber gut streichfähig sein. Ist er zu fest, kann er mit etwas zusätzlicher Milch oder Wasser verdünnt werden.
Das Waffeleisen vorheizen und je nach Beschichtung leicht einfetten. Den Teig portionsweise einfüllen und goldbraun backen. Die Backzeit variiert je nach Gerät und liegt in der Regel zwischen drei und sechs Minuten pro Waffel.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 27. Oktober 2025 und wurde danach redaktionell überarbeitet.




