Produkt-Check Küche

French Press im TestDiese Kanne macht im Test den besten Kaffee

12.06.2025, 11:42 Uhr
imageVon Johanna Heß-Szanto und Anna Kriller
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French-Press-Maschinen sind in der Regel platzsparend und einfach zu bedienen. (Foto: picture alliance)

Kaffee? Ja bitte! Für viele Coffee-Lover ist die French Press am Morgen ein unverzichtbares Gadget. Der ntv Produkt-Check testet fünf Kannen auf Handhabung und Brühergebnis - welche uns am besten schmeckt?

Kein Kabel, keine Kapseln, kein Schnickschnack, nur Wasser und das pure Pulver: Viele Kaffeeliebhaber schwören auf den Wachmacher aus der French-Press-Maschine. Vom günstigen Einsteigermodell bis hin zur stylischen Thermo-Kanne - für den ntv Produkt-Check nehmen wir fünf Modelle genauer unter die Lupe.

So testen wir die French-Press-Kannen

Für unseren Test bewerten wir Verarbeitung, Dichtigkeit, Bedienkomfort, Brühqualität und Reinigung. Dafür stehen zunächst folgenden Fragen im Fokus: Was ist in der Lieferung enthalten, gibt es zusätzliche Filter oder Dosierlöffel? Und: Lässt sich die French Press ohne Anleitung bedienen oder muss sie erst aufwendig zusammengeschraubt werden?

Nach dem ersten Eindruck geht es an die Zubereitung: Wie einfach lässt sich der Kaffee kochen? Dabei nutzen wir für alle Modelle jeweils das volle Fassungsvermögen und halten uns an das Verhältnis von einem Messlöffel, also rund 60 Gramm Kaffeepulver pro Liter Wasser. Die Brühzeit liegt immer bei vier Minuten. Darüber hinaus prüfen wir, wie stabil die Kannen stehen, ob der Deckel dicht hält und ob es beim Ausgießen tropft. Zum Schluss geht es an die Reinigung der einzelnen Modelle.

Die French-Press-Modelle im Test

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

French Presses im Test - das Fazit

Intuitive Handhabung, leckerer Kaffee: In unserem Test sichert sich die Stempelkanne von Groenenberg* den Testsieg, in Sachen Preis-Leistung überzeugt zum Preis von 20 Euro die Siebstempelkanne von Tchibo*.

Unser Testsieger: die Groenenberg French Press

Kurz und knapp: Die French Press von Groenenberg überzeugt durch ihre robuste und gleichzeitig edle Verarbeitung, der Kaffee ist klar und kräftig im Geschmack.

Die Stempelkanne von Groenenberg* wird mit einem zusätzlichen Ersatzfilter geliefert und ist mit 979 Gramm das schwerste Gerät in unserem Test. Sowohl Kanne als auch Deckel sind aus Edelstahl, zudem glänzt die French Press durch ihre Messskala im Inneren der Kanne. Ein weiterer Vorteil: Dank der doppelten Isolierung bleibt der Kaffee auch nach zehn Minuten heiß. Für die Zubereitung gilt: Die French Press liegt gut in der Hand, die Pressmechanik ist stabil, der Deckel sitzt fest. Lediglich beim schrägen Eingießen geht im Test der ein oder andere Tropfen daneben.

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Beim Geschmackstest überzeugt die Maschine - nur wenig Satz gelangt mit in die Tasse, der allerdings so fein ist, dass er beim Trinken nicht stört. Die empfohlene Reinigung per Hand ist unkompliziert und dauert im Test zwei Minuten und 20 Sekunden. Alternativ kann aber auch die Spülmaschine genutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Der Hersteller der in China hergestellten Edelstahlkannen bietet einen kostenlosen Ersatzteilservice.

Preis-Leistungs-Sieger: die Tchibo French Press 800 ml

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Kurz und knapp: Die Siebstempelkanne von Tchibo kommt zwar ohne Extras, ist dafür aber gut verarbeitet und macht dank stabil wirkendem Glas und funktionalen Kunststoffgriff insgesamt einen hochwertigen Eindruck.

Die Tchibo Siebstempelkanne* ist mit 551 Gramm deutlich leichter als der Testsieger und besteht aus hitzebeständigem Borosilikatglas und einem Edelstahlgestell, das die Oberfläche vor Hitze schützen soll. Kleiner Minuspunkt: Im Test wird das Glas beim Kaffeebrühen trotzdem sehr heiß, direkte Berührungen sollten darum besser vermieden werden.

Auch das Tchibo-Modell lässt sich ohne aufwändiges Aufbauen nutzen. Die Kanne liegt gut in der Hand, der Brühvorgang startet problemlos. Zur Orientierung gibt es im Innern der Kanne einen Messstrich für die maximale Füllmenge des Wassers. Der Pressstempel lässt sich hier etwas schwerer herunterdrücken als beim Testsieger, der Edelstahldeckel sitzt im Vergleich etwas lockerer auf der Kanne. Beim schrägen Eingießen laufen im Test ein paar Tropfen seitlich über, und etwas Kaffeesatz landet in der Tasse, was den Geschmack aber nicht beeinträchtigt.

Durch die fehlende Thermofunktion wird der Kaffee hier schneller kalt, allerdings ist auch das Tchibo-Modell bis auf den Deckel spülmaschinengeeignet - wer per Hand spült, sollte rund drei Minuten einplanen. Ersatzteile gibt es beim Händler.

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Kurz und knapp: Die Poliviar French Press ist ein echter Hingucker: Die mattgrüne Farbe, mit der die Edelstahlkanne überzogen ist, wirkt sehr modern, der Holzgriff verleiht der Kanne eine natürliche Optik und sorgt dafür, dass sie angenehm in der Hand liegt.

Geliefert wird die knapp 800 Gramm schwere Poliviar-French-Press* mit zusätzlichen Filtersieben. Die Kanne ist sofort einsatzbereit, eine gut sichtbare Messskala hilft beim Ablesen der Wassermenge. Der Pressstempel lässt sich leicht herunterdrücken - allerdings sitzt der Deckel nicht ganz fest, sodass mehr Kaffeesatz als beim Testsieger und beim Preis-Leistungs-Sieger in die Tasse gelangt, der Geschmack wird dadurch aber nicht beeinflusst. Deutlicher Pluspunkt: Wie der Testsieger ist auch diese Kanne doppelwandig isoliert, sodass der Kaffee länger warm bleibt.

Anders als die Sieger-Modelle eignet sich diese French Press nicht für die Spülmaschine, da sich sonst die mattierte Beschichtung lösen und der Holzgriff kaputtgehen könnte. Die Handreinigung dauert im Test zwei Minuten und vierzig Sekunden. Ersatzteile sind hier nicht direkt über den Hersteller erhältlich.

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Kurz und knapp: Mit nur 186 Gramm ist dieses ungewöhnliche Modell das Fliegengewicht im Test. Die AeroPress eignet sich gut für unterwegs, ist allerdings eher für Kaffee-Nerds als für klassische French-Press-Fans geeignet.

Optisch unterscheidet sich die AeroPress -Maschine* deutlich von den anderen Modellen im Test, gleiches gilt für die sofortige Anwendbarkeit: Anders als die anderen Kannen muss die AeroPress zunächst zusammengebaut werden, die dazugehörige Anleitung lässt sich per QR-Code abrufen. Das sollte auch unbedingt gemacht werden, wie wir im Test feststellen: Wer die Angaben nicht genau liest, riskiert, dass die Tasse anschließend überläuft.

Geliefert wird die aus BPA-freiem Kunststoff bestehende AeroPress in mehreren Einzelteilen, die zusammengebaut eine aus Presskolben, Brühzylinder und Filterverschluss bestehende Maschine ergibt. Ein Messlöffel und ein Rührer sind im Lieferumfang enthalten, mit etwas Übung gelingt die Kaffeezubereitung problemlos. Wichtig zu wissen: Die Kapazität der Kanne ist auf eine Tasse beschränkt, für größere Haushalte ist das Gerät damit weniger geeignet.

Ein echtes Plus: In der Tasse landet kein Kaffeesatz, der Kaffee ist klar und nicht zu stark. Auch die Reinigung der Kanne überzeugt: Einfach das Filtersieb abschrauben, den Kaffeesatz mit Filterpapier entsorgen und den Rest kurz abspülen, fertig. Insgesamt dauert die manuelle Reinigung eine Minute und 15 Sekunden. Praktisch: Ersatzteile für Kolben, Sieb und Dichtung sind beim Händler erhältlich.

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Kurz und knapp: Der Klassiker unter den French-Press-Maschinen bleibt seinem Design seit der Markteinführung in den 1970er-Jahren treu. Das 532 Gramm schwere Gerät besteht aus einer hitzebeständigen Glaskanne aus Borosilikatglas, die in einem stabilen Rahmen aus verchromtem Edelstahl gehalten wird.

In der Lieferung enthalten ist ein Messlöffel für Kaffeepulver, Deckel und Griff sind aus Kunststoff und sorgen für eine sichere, komfortable Handhabung. Obwohl eine Messskala an der Bodum-Kanne* fehlt, lässt sich der Füllstand dank der transparenten Glaskanne gut erkennen. Etwas irritierend sind die mehrsprachigen Warnhinweise zum heißen Glas. Ansonsten gelingt die Kaffeezubereitung aber ohne Probleme, der Deckel liegt locker auf der Kanne und lässt sich leicht drehen. Auch hier schwappen beim schrägen Eingießen ein paar Tropfen neben die Tasse, etwas Kaffeesatz landet in der Tasse gelandet. Der Geschmack wird dadurch aber nicht beeinflusst.

Alle Teile der Bodum Caffettiera sind spülmaschinengeeignet, für eine längere Lebensdauer sollte man jedoch nur die Glaskanne maschinell reinigen und Deckel sowie Pressstempel lieber per Hand spülen. Das dauert etwa drei Minuten und vierzig Sekunden. Ersatzkannen sind problemlos erhältlich.

*Wir kaufen die Produkte für den ntv Produkt-Check auf eigene Kosten und testen und vergleichen sie unabhängig und nach objektiven Kriterien. Wird ein Produkt über einen Link im Artikel gekauft, erhalten wir eine kleine Provision. Auf den Kaufpreis hat das keinen Einfluss.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 12. Juni 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.

Quelle: ntv.de

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