Mit dem Smartphone abtauchenWelche wasserdichte Handyhülle schützt im Test am besten?
Von Nikolai Henn
Wer Unterwasseraufnahmen machen will, ohne viel Geld für eine Actioncam auszugeben, greift gern zu einer wasserdichten Handyhülle. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf beliebte Modelle für Pool, See oder Meer.
Viele aktuelle Smartphone-Modelle sind laut Hersteller gegen Wasser geschützt. Spritzwasser, Regen und kurzes Untertauchen halten die Geräte in der Regel aus. Wer das Smartphone jedoch länger im Wasser nutzen möchte, sollte zu einer wasserdichten Handyhülle greifen. Die einfachen Kunststofftaschen werden über eine Verschlussleiste abgedichtet. Wichtig ist dabei die Kennzeichnung IPX8. Modelle mit einer niedrigeren Schutzklasse sind nur eingeschränkt fürs Untertauchen geeignet.
Wasserdichte Handyhüllen im Test - das Fazit
Der Testsieger von YOSH* überzeugt, weil die Handyhülle gut verarbeitet ist, im Wassertest dicht bleibt und sich am einfachsten öffnen und schließen lässt. Der Preis-Leistungs-Sieger Rynapac* ist vergleichsweise günstig, bleibt im Zugtest stabil und lässt sich ordentlich bedienen.
So testen wir die wasserdichten Handyhüllen
Funktion und Leistung
20-mal öffnen und schließen vor dem Wassertest
5 Minuten im Wassereimer gedreht, gedrückt und leicht geknickt und im Fluss der Strömung ausgesetzt
Taschentuch im Innenraum für die Dichtigkeitskontrolle
kurzes Video mit trockenem und nassem Hüllenfenster
Benutzerfreundlichkeit
Verschluss mit trockenen und nassen Händen bedienen
Smartphone einschieben und herausnehmen
Verarbeitung und Qualität
Folie, Kanten, Nähte, Verschluss und Band im Check
Zugtest an Folie und Verschlusssystem
Vergleich der Stabilität nach mehrfachem Öffnen und Schließen
Diese wasserdichten Handyhüllen testen wir
Testsieger: YOSH wasserdichte Handyhülle 7 Zoll (2 Stück), circa 17 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Rynapac wasserdichte Handyhülle 7 Zoll (2 Stück), circa 11 Euro*
Lamicall wasserdichte Handyhülle 7 Zoll (2 Stück), circa 15 Euro*
JOTO wasserdichte Handyhülle 7 Zoll (2 Stück), circa 13 Euro*
Spigen wasserdichte Handyhülle 7 Zoll (2 Stück), circa 17,50 Euro*
Alle Hüllen im Test sind mit IPX8 gekennzeichnet.
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Testsieger: YOSH wasserdichte Handyhülle
Kurz und knapp: Die YOSH hält zuverlässig dicht, lässt sich besonders leicht bedienen und liefert klare Aufnahmen.
Die Hülle wirkt solide verarbeitet und bleibt auch im Zugtest stabil. Sowohl im Wassereimer als auch im Flusstest hält sie dicht: Nach 20-maligem Öffnen und Schließen und anschließendem Wasserbad bleibt das Taschentuch komplett trocken. Als größter Vorteil der YOSH-Hülle erweist sich die Bedienung: Die breiten seitlichen Schieber lassen sich mit trockenen und nassen Händen leichter greifen als bei allen anderen Modellen. Der Verschluss öffnet und schließt sauber.
Auch die Videoqualität der YOSH* überzeugt. Die Farben wirken klar und satt - genau wie bei allen anderen Modellen im Test.
Kompatibilität: bis iPhone 17 Pro Max
Farben: transparent, schwarz, rosa, blau, orange, grün
Preis-Leistungs-Sieger: Rynapac wasserdichte Handyhülle
Kurz und knapp: Die Rynapac bleibt dicht, hält im Zugtest stand und ist vergleichsweise günstig.
Beim Test im Fluss und im Wassereimer gibt es nichts zu beanstanden. Trotz Drehen, Drücken und leichtem Knicken bleibt das Taschentuch im Inneren trocken. Die Folie hält auch stabil, wenn wir kräftig daran ziehen.
Der Verschluss der Rynapac* liegt in Sachen Bedienfreundlichkeit im Mittelfeld. Die seitlichen Bügel sind schmaler als bei YOSH, funktionieren aber zuverlässig.
Kompatibilität: bis iPhone 16 Pro Max
Farben: blau, orange, schwarz, rosa, grün
Lamicall wasserdichte Handyhülle - dicht, aber etwas knapp geschnitten
Kurz und knapp: Die Lamicall schützt zuverlässig und wirkt sauber verarbeitet, der Platz wird hier bei einem größeren Smartphone samt Schutzhülle aber schnell knapp.
Auch bei der Lamicall bleibt das Taschentuch beim Test im Fluss und im Wassereimer trocken. Im Zugtest verrutscht nichts, Folie und Verschluss machen einen stabilen Eindruck.
Beim Einsetzen zeigt sich der größte Nachteil. Ein iPhone 16 Pro mit schmaler Hülle passt nur mit etwas Schieben hinein, wobei dieses Modell sogar für Smartphones bis zum iPhone 17 Pro Max ausgewiesen ist. Der Verschluss der Lamicall* funktioniert ordentlich, lässt sich aber nicht so komfortabel bedienen wie jener der YOSH-Hülle.
Kompatibilität: bis iPhone 17 Pro Max
Farben: schwarz, weiß, transparent
JOTO wasserdichte Handyhülle - solides Verschlusssystem, aber schwach verarbeitet
Kurz und knapp: Die JOTO hält Wasser zuverlässig draußen und ist günstig, enttäuscht aber bei der Stabilität.
Im Test im Fluss und im Wassereimer überzeugt die JOTO. Der Verschluss funktioniert zuverlässig, die schmalen Bügel sind aber etwas weniger angenehm zu greifen als bei der YOSH-Hülle.
Der klare Schwachpunkt zeigt sich im Zugtest: Schon bei wenig Kraft löst sich die Folie aus dem Verschlusssystem. Damit fällt die JOTO* in Sachen Verarbeitung deutlich hinter die anderen Modelle zurück.
Kompatibilität: bis iPhone 16
Farben: schwarz, blau, orange, grün, rosa, transparent
Spigen wasserdichte Handyhülle - stabil, aber umständlich
Kurz und knapp: Die Spigen ist dicht und solide verarbeitet, hat aber den unpraktischsten Verschluss im Test.
Im Wasser liefert die Hülle eine einwandfreie Leistung, das Taschentuch bleibt trocken. Beim Zugtest zeigt die Spigen ebenfalls eine gute Leistung.
Bei der Bedienung verliert Spigen* hingegen viele Punkte. Seitliche Griffe fehlen, stattdessen muss das Kunststoffteil mit dem Fingernagel zurückgeschoben werden. Die nach außen klappenden Ösen machen das Öffnen und Schließen zusätzlich umständlich - besonders mit nassen Händen.
Kompatibilität: bis iPhone 16 Pro Max
Farben: schwarz, transparent, blau, orange, grün, rosa, transparent
Wie tief kann man mit wasserdichten Handyhüllen tauchen?
Die fünf getesteten Modelle sind laut Hersteller für Wassertiefen von 25 bis 30 Metern ausgelegt. In der Alltagspraxis eignen sie sich jedoch vor allem für Schwimmen, Schnorcheln oder Stand-up-Paddling - wer regelmäßig in größeren Tiefen taucht und dort filmen möchte, fährt mit einem starren Tauchgehäuse besser, das das Smartphone mit einer Frontscheibe vor der Kamera fest umschließt.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.




