Produkt-Check Technik

Gegen Pollen und SchadstoffeLuftreiniger im Test - warum alle Geräte überraschen

25.01.2026, 13:02 Uhr
imageVon Lisa Uriel
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Endlich wieder frei atmen - drei Luftreiniger müssen im Produkt-Check zeigen, was sie draufhaben. (Foto: RTL/ntv.de)

Hinter dicker Luft zu Hause können Staub und Pollen stecken, die (fast) unbemerkt durch die Zimmer schwirren. Abhilfe versprechen Luftreiniger, die für freies Durchatmen sorgen sollen. Der ntv Produkt-Check testet drei Geräte unterschiedlicher Hersteller - das Ergebnis überrascht.

Luftreiniger können Schadstoffe, Allergene und Gerüche aus der Raumluft filtern, wobei sie mit Technologien wie HEPA-Filtern, Aktivkohle und UV-Licht arbeiten. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Luftqualität, von der nicht zuletzt Allergiker und Menschen mit Asthma profitieren. Welches Gerät kann unserer Testfamilie in Kinder- und Schlafzimmern überzeugen, was ergibt die anschließende Analyse der Filter im Labor?

Filterleistung, Lautstärke, Handhabung - so testen wir die Luftreiniger

Zunächst zählt der erste Eindruck für unsere Testerin und ihre zwei Kinder: Wie sehen die Luftreiniger aus, wie gut sind sie verarbeitet? Da alle drei Geräte jeweils im Kinder- bzw. Schlafzimmer zum Einsatz kommen, interessiert auch die Lautstärke: Könnte man die Luftfilter nachts laufen lassen und trotzdem erholsam schlafen? Bauforensiker Hermann von Döllen misst die Feinstaub-Belastung in allen drei Räumen vor und nach der zweiwöchigen Testphase, währenddessen beobachten wir die Veränderung der Luftqualität mit Hilfe eines Luftmessgeräts. Im Anschluss schicken wir die Filter ins Labor und lassen auswerten, wie gut Staub, Pollen und Co. tatsächlich gefiltert wurden.

Die drei Luftreiniger-Modelle im Test

  • Levoit Luftreiniger Allergiker mit Aromatherapie, HEPA Luftfilter gegen Schimmel, Staub und Tierhaare bis zu 0,3 µm für Schlafzimmer, 7 Watt Energiesparend, 3 Geschwindigkeiten, Weiß, UVP 54,99 Euro*

  • Philips Luftreiniger 600 Serie, Ultraleise und energieeffizient Für Allergiker, HEPA-Filter entfernt 99,97% der Schadstoffe, Für Räume bis zu 44m², App-gesteuert, Weiß (AC0650/10), UVP 99,99 Euro*

  • AIRTOK Luftreiniger, Luftreiniger Allergiker mit Aromatherapie, HEPA Luftfilter gegen Schimmel Staub Pollen Gerüche, 99,97% Entfernung bis 0,1 Mikrometer, Nachtlicht, Kindersicherung, Timer, 25dB, UVP 59,99 Euro*

Alle drei Produkt-Check-Testfilter sind laut Herstellerangaben für die Schlaf- und Kinderzimmer im Haus unserer Testfamilie geeignet - Räume, die zwischen 13 und 16 Quadratmeter groß sind. Bauforensiker Hermann von Döllen weiß, worauf man neben der Raumgröße noch achten sollte: "ein HEPA-Filter mit Vorfilter und ein Aktivkohle-Filter", so der Experte. Ein Gerät. das mehr als 30 Dezibel bei der niedrigsten Stufe produziere, sei in der Regel zu laut. Mit der Motorisierung der drei Modelle ist von Döllen zufrieden.

Alle drei Luftreiniger liefern ab

Sowohl die permanente Luftqualitätsmessung wie auch der Vorher-Nachher-Vergleich unseres Experten zeigen deutlich: Die Luftreiniger von Levoit, Philips und AIRTOK verbessern die Luftqualität, die Feinstaubbelastung wird deutlich reduziert. Ein Ergebnis, das auch die Auswertung der Filter im Labor unterstreicht: "Im Moment kann man davon ausgehen, dass der Feinstoffanteil in der Raumluft sehr gering ist. Entsprechend sind keine gesundheitlichen Einschränkungen zu erwarten", kommentiert Hermann von Döllen.

Der Testsieger von Levoit - günstig und viel Filter-Power

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Levoit Luftreiniger Allergiker mit Aromatherapie, HEPA Luftfilter gegen Schimmel, Staub und Tierhaare
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Der Luftreiniger von Levoit ist nicht nur das günstigste Modell im Produkt-Check, sondern erzielt auch das beste Ergebnis: Die Menge der Staubpartikel in der Luft reduziert sich im Kinderzimmer um 80 Prozent. Dabei kann das Gerät dreistufig genutzt werden. Die ersten beiden Einstellungen sind angenehm leise, auf höchster Stufe empfinden die Kinder das Geräusch als störend: So könnte man nicht schlafen, lautet das Urteil. Aber: Auch die niedrigeren Leistungsstufen zeigen im Test eine gute Filterleistung.

Darüber hinaus überzeugt das Gerät mit seiner kompakten Größe: Gerade mal 1,1 kg schwer und nur 26,4 cm hoch passt es auch auf oder unter den Nachttisch. Hermann von Döllen rät, den Luftreiniger möglichst nicht laufen zu lassen, wenn Fenster geöffnet sind. "Das würde bedeuten, wir würden die Außenluft reinigen wollen", so der Experte.

Airtok Luftreiniger - edel und gut!

Auch der Luftreiniger von Airtok kann im Test überzeugen: Im Kinderzimmer ist die Feinstaubbelastung nach der zweiwöchigen Testphase um 50 Prozent gesunken. Außerdem punktet er mit der Option, die Filter-Dauer auf zwei, vier oder acht Stunden voreinzustellen. Darüber hinaus gibt es eine Kindersicherung, damit die Kleinen das Gerät nicht aus Versehen aus- oder auf eine andere Stufe umschalten. Der schwarze Airtok überzeugt außerdem mit einem edlen Design und ist mit knapp 30 cm Höhe nur etwas größer als das Modell von Levoit. Mit 1,6 kg bringt er allerdings 500 Gramm mehr auf die Waage als das Vergleichsmodell.

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AIRTOK Luftreiniger für Allergiker mit Aromatherapie
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Digital unterwegs: Der Luftreiniger von Philips

Das teuerste Modell im Testumfeld ist der Luftreiniger von Philips mit einem UVP von 99,99 Euro. Das Gerät ist anfangs weniger selbsterklärend wie die anderen beiden, aber schließlich haben unsere Tester den Dreh raus: Dank einer App kann der Luftreiniger über das Handy an- und ausgemacht und sogar von unterwegs voreingestellt werden.

Der Philips-Luftreiniger ist mit einer Höhe von knapp 34 cm das größte Produkt im Produkt-Check, mit einem Gewicht von 2,2 kg wiegt es deutlich am schwersten - dafür ist der Luftfilter aber auch für größere Räume mit bis zu 44 qm geeignet. Die permanente Luftqualitätsmessung zeigt im Schlafzimmer während der Nutzung Werte im grünen Bereich, das bestätigt auch die Abschlussmessung unseres Experten. Vorher hatte das Messgerät Werte im roten Bereich angezeigt.

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Philips Luftreiniger 600 Serie ultraleise und energieeffizient
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Fazit - für wen ist ein Luftreiniger sinnvoll?

Alle drei Modelle in unserem Test filtern erfolgreich die dicke Luft und sorgen so für ein besseres Raumklima. Wie das genau vonstatten geht ? "Ein Luftreiniger ist nichts anderes als ein Motor mit einem Schaufelrad dran, welches die Luft ansaugt. Und diese angesaugte Luft wird durch Filtermembranen durchgeschickt und diese Filtermembranen sind in der Lage, Schwebstoffe einer bestimmten Größe zurückzuhalten", erklärt Experte von Döllen.

Ihm zufolge seien solche Luftreiniger vor allem für Allergiker geeignet und für all jene, die an viel befahrenen Straßen leben und sich durch herkömmliches Lüften viele Schadstoffe in die Wohnung holen.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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