Produkt-Check Haushalt & Garten

Frische Brise statt HitzekriseTurmventilatoren im Test - welcher hat richtig gut Puste?

19.06.2026, 10:45 Uhr ProfilVon Christoph Dörr
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Hilfe bei Hitze (v.l.n.r.): die Säulenventilatoren von Levoit, Philips, Brandson, Pro Breeze und Dreo . (Foto: RTL/ntv.de)

Turmventilatoren sollen bei drückender Hitze in Innenräumen für frischen Wind sorgen. Wie effektiv die Geräte im Alltag wirklich sind - für den ntv Produkt-Check testen wir fünf beliebte Modelle unter 120 Euro.

Turmventilatoren sehen aus wie schicke, schlanke Säulen, sind leicht zu bedienen und haben einen geringen Stromverbrauch. Sie sind leiser als Ventilatoren mit Propeller und bringen nicht viel auf die Waage - die Geräte im Test wiegen zwischen 3 und 5 Kilo und lassen sich somit in der Wohnung mühelos umpositionieren. Ihre Wirkung ist vergleichbar mit der eines kühlenden Föhns.

Welcher Turmventilator ist der beste? Das Fazit

Als bester Turmventilator erweist sich im Test der Dreo DC Motor Turmventilator*, weil er auf 9 Stufen eine sehr gute Luftzirkulation ermöglicht und viele sinnvolle Funktionen besitzt. Ähnliches gilt auch für den Brandson Turmventilator*, der einen kräftigen Luftstrom auslöst, ein Sicherheits-Siegel besitzt und sich damit den Preis-Leistungs-Sieg sichert.

So testen wir die Turmventilatoren von Dreo, Levoit, Philips, Brandson und Pro Breeze

Wir testen die fünf Geräte jeweils im selben Wohn- und Schlafzimmer, so bleiben Raumgröße und Temperatur vergleichbar. Die Luftleistung beurteilen wir sowohl aus der Nähe als auch auf Abstand. Der Check wird an heißen Tagen bei einer Außentemperatur von über 30 Grad durchgeführt.

  • Aufbau: Die Montage ist einfach - vom Auspacken bis zum Einsatz dauert es bei den fünf Geräten jeweils etwa 10 Minuten, nur ein Standfuß ist mit Drehring oder Schrauben anzubringen. Alle Turmventilatoren sind rund einen Meter hoch.

  • Funktionen und Bedienkomfort: In wie vielen Stufen lässt sich die Geschwindigkeit des Luftstroms regeln, welche Modi und Zusatzfunktionen gibt es? Lassen sich die Touchscreens angenehm drücken? Alle fünf Geräte besitzen eine Fernbedienung mit einigen Metern Reichweite.

  • Luftleistung: Die Luftumwälzung ist das wichtigste Leistungskriterium und beschreibt, wie viel Luft ein Ventilator pro Stunde im Raum bewegt, also den Luftvolumenstrom in Kubikmetern pro Stunde (m³/h) - bei den Geräten im Test liegt dieser Wert zwischen circa 1250 und 2500 m³/h. Darüber hinaus ist die Oszillation von Bedeutung, die die Luft gleichmäßig im Raum verteilt: Welchen Schwenkbereich besitzen die Ventilatoren, wie viel Grad können sie sich also um sich selbst drehen?

  • Lautstärke: Den Geräuschpegel bestimmen wir jeweils einen halben Meter entfernt vom Gerät auf Kopfhöhe. Bei vier Modellen messen wir vergleichbare Werte von 25 bis 50 Dezibel (über die jeweiligen Geschwindigkeitsstufen hinweg), nur ein Turmventilator ist mit 60 bis 70 Dezibel deutlich geräuschvoller. Die Lautstärke ist besonders für den Einsatz im Schlafzimmer oder im Homeoffice wichtig. Zum Vergleich: Flüstern liegt bei etwa 30 Dezibel.

  • Stromverbrauch: Die elektrische Leistung bewegt sich bei allen Testgeräten zwischen 25 und 50 Watt - das entspricht etwa dem Verbrauch einer Glühbirne und ist beeindruckend effizient, weil über tausend Kubikmeter Luft pro Stunde umgewälzt werden.

  • Preis: Welcher Turmventilator bietet Erfrischung und ist dennoch günstig in der Anschaffung?

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Ganz einfach: Der zweiteilige Standfuß wird zusammengesteckt und an der Säule festgeschraubt - hier der Philips-Turmventilator. (Foto: RTL/ntv.de)

Diese fünf Säulenventilatoren testen wir

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Testsieger: der Dreo Turmventilator

Kurz gefasst: Unser Testsieger liefert für einen Preis von circa 100 Euro das beste Gesamtpaket, ist hochwertig verarbeitet, beim Luftstrom sehr variabel und stark mit weiteren Funktionen.

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Der beste Turmventilator im Test: Mit dem Dreo lässt sich die Wärme gut aushalten. (Foto: RTL/ntv.de)

Der Dreo Turmventilator* sieht so stylisch aus wie ein Design-Lautsprecher und punktet auch mit seinen inneren Werten: Bereits auf den niedrigeren Geschwindigkeitsstufen macht das Gebläse weit durch den Raum ordentlich Wind, auf den hohen Stufen fliegen sogar die Blätter vom Tisch. Hier wird sichtbar, wie kraftvoll die Luftumwälzung ist: Mit über 2000 m³/h liefert der Dreo gemeinsam mit dem Gerät von Philips den besten Wert im Test, dank der Schwenkfunktion von 90 Grad kommt der Luftstrom in jeder Zimmerecke an.

Trotz dieser Power ist der Turmventilator erstaunlich leise, über seine 9 Geschwindigkeitsstufen hinweg messen wir Werte zwischen 25 und 53 Dezibel. Sein Stromverbrauch ist wegen des energiesparenden DC-Motors sehr effizient und liegt bei maximal 30 Watt. Daneben fallen uns verschiedene Komfortfunktionen positiv auf, zum Beispiel ein 12-Stunden-Timer oder der Modus, dass bei höheren Temperaturen automatisch mehr Wind erzeugt wird - und wieder weniger, wenn die Gradzahl sinkt.

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Preis-Leistungs-Sieger: der Brandson Turmventilator

Kurz gefasst: Unser Preis-Leistungs-Sieger bietet einen guten Luftstrom, eine akzeptable Lautstärke und ist sicherheitsgeprüft.

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Frische Brise gefällig: der Brandson Turmventilator. (Foto: RTL/ntv.de)

Mit dem Turmventilator von Brandson* kann man auch im Homeoffice einen kühlen Kopf bewahren: Auf der kleinsten Stufe ist das Gebläse ziemlich leise, wir nehmen nur ein leichtes Surren wahr. Über die insgesamt 3 Geschwindigkeitslevel messen wir 30 bis 45 Dezibel. Die drei Modi, die eingestellt werden können (Normal, Natur, Schlaf) erfüllen die Basisbedürfnisse für eine Abkühlung, auch die Oszillation von 60 Grad reicht aus. Wir empfinden als praktisch, dass im Display die Raumtemperatur und die Funktionen angezeigt werden.

Auffällig ist, dass der Brandson als einziger Säulenventilator im Test ein deutsches GS-Siegel trägt, also auf elektrische und mechanische Sicherheit geprüft ist. Zwei kleine Einbußen hat das Gerät: Der Motor ist weniger energieeffizient als beim Dreo und daher technisch nicht ganz so fein regelbar. Mit einem Stromverbrauch von 45 Watt bei voller Leistung sind wir aber immer noch im geringen Bereich einer Glühbirne. Und: Das Kabel vom Standfuß bis zur Steckdose ist 150 cm lang und damit das kürzeste im Test - bei den vier anderen Turmventilatoren sind es jeweils etwas komfortablere 180 cm. Wir haben den Brandson in der Farbe grau getestet, daneben ist das Gerät in weiß, silber oder schwarz erhältlich.

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Philips Turmventilator 5000 Serie - ein Wirbelwind

Kurz gefasst: Leistungsstark, gute Luftverteilung und als dritter Sieger knapp hinter dem Brandson Turmventilator.

Der Turmventilator von Philips* hat ordentlich Puste und liefert bei der Luftzirkulation zusammen mit dem Testsieger von Dreo den höchsten Wert im Vergleich - in drei Luftströmen von "laues Lüftchen" bis "steife Brise" weht uns der Philips den Wind um die Ohren. Bei der geringsten Gebläse-Geschwindigkeit messen wir nur etwa 28 Dezibel, was bedeutet, dass der Säulenventilator auf dieser Stufe kaum hörbar ist. Die weiteren Funktionen entsprechen dem Standard: 3 Modi, Timer, 40 Watt Verbrauch. Das Gerät dreht sich bis zu 60 Grad um sich selbst, was ein ausreichender Schwenk ist, wenn es in einer Zimmerecke aufgestellt wird. Besonders ist, dass der Philips eine Aroma-Diffuser-Funktion hat - die Wirkung des Duftfachs ist laut Benutzerbewertungen jedoch begrenzt, was wir in unserem Test nicht überprüfen. Das Gerät ist in Grau gehalten und in Sachen Design typisch Philips: dezent und modern.

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Philips Oszillierender Turmventilator 5000 Serie
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Levoit Classic Pro Turmventilator - sparsam und leise

Kurz gefasst: Das Gerät arbeitet sehr leise und sparsam. Der Leistungsumfang ist hoch, der Preis allerdings auch.

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Die Fernbedienung: im Schlafzimmer unerlässlich. Der Levoit Turmventilator ist flüsterleise. (Foto: RTL/ntv.de)

Der Levoit Classic Pro Turmventilator* besitzt als einziger im Test 12 Geschwindigkeitsstufen, dazu 4 Modi, einen 12 h-Timer und einen Schwenkbereich von 90 Grad - die gewünschte Abkühlung kann also mit viel Feintuning erreicht werden. Auf Stufe 1 messen wir nur etwa 24 Dezibel, das ist wirklich flüsterleise und die niedrigste Lautstärke im Test, auf Stufe 12 sind es immer noch annehmbare 50 Dezibel. Damit ist der Levoit fürs Schlafzimmer besonders geeignet - auch wegen seines speziellen Schlafmodus' und des effizienten DC-Motors. Das Gebläse arbeitet sparsam: Auf höchster Stufe verbraucht es 25 Watt Strom, auf der niedrigsten sogar nur 2,5 - die besten Werte im Vergleichstest.

Dafür ist die Luftzirkulation weniger kräftig als beim Philips oder beim Testsieger von Dreo, was jedoch nur für stark schwitzende Menschen oder bei extremster Hitze einen Unterschied machen dürfte. Beim Levoit wird man dank einer Höhe von gut 106 cm auch im Stehen schön erfrischt, wie beim Dreo gibt es auch hier einen Auto-Modus: Wenn die Raumtemperatur beispielsweise um 3 Grad sinkt, wird die Windgeschwindigkeit auf Stufe 6 reduziert - das Gerät passt seine Leistung automatisch an die Raumtemperatur an. Der Ventilator wirkt wertig und stabil und ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Eine kleine Schwäche ist, dass der Levoit unserem Empfinden nach optisch am klobigsten ist, das weiße Stromkabel auf schwarzem Standfuß erscheint nicht ganz stimmig. Trotz vieler Positiv-Aspekte schneidet der Turmventilator in der Gesamtbewertung nur durchschnittlich ab, was sich durch seinen vergleichsweise hohen Preis begründet.

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Pro Breeze Turmventilator - günstig und laut

Kurz gefasst: Für seinen kleinen Preis ein solides Gerät - allerdings laut wie ein Standventilator.

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Ein Power Tower, was man auch hört. Beim Pro Breeze Turmventilator messen wir 60 bis 70 Dezibel Lautstärke. (Foto: RTL/ntv.de)

Der Pro Breeze Turmventilator ist überraschend günstig, und tatsächlich ist seine Leistung dafür gar nicht schlecht: Über vier Touchscreen-Tasten ist das Gerät einfach zu bedienen, hat drei Geschwindigkeitsstufen und liefert einen gleichmäßigen Luftstrom quer durch den Raum. Die Zirkulation fällt im Vergleich mit den teureren Geräten im Test eher durchschnittlich aus. Der Schwenkbereich hat 80 Grad - viel für den kleinen Preis. Und: Der Pro Breeze ist mit drei Kilo Eigengewicht leicht zu tragen.

Für ein Budget-Gerät gefällt uns das elegant in schwarz-weiß gehaltene Gehäuse gut. Die Verarbeitung ist in Ordnung, erreicht aber in unseren Augen nicht die Qualität der Premium-Modelle. Ein größeres Defizit ist die Lautstärke, die bis 70 Dezibel reicht - selbst auf der leisesten Stufe würden wir diesen Säulenventilator nicht ins Schlafzimmer stellen.

Transparenzhinweis: Das getestete Gerät ist aktuell nicht verfügbar. Der verlinkte Turmventilator von Pro Breeze* verweist auf ein Modell des Herstellers mit ähnlichen Eckdaten.

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Turmventilatoren - wichtig zu wissen

  • Funktion: Turmventilatoren arbeiten physikalisch wie jeder Ventilator: Es wird keine Kälte erzeugt, sondern Luft bewegt. Der kühlende Effekt entsteht durch Verdunstungskälte auf der Haut und durch das Verdrängen der warmen Luftschicht um den Körper. Im unteren Geräteteil sitzt ein Elektromotor, der ein längliches Gebläserad antreibt. Dieses Rad saugt Luft von unten oder hinten an und drückt sie kräftig nach oben in einen Innenkanal, der dann als kühlender Wind durch die vertikalen Lamellen-Schlitze ausströmt.

  • Motor: Oft ist ein AC Motor (Wechselstrommotor, etwa bei Brandson, Pro Breeze, Philips) oder ein leiserer und effizienterer DC Motor (Gleichstrommotor, wie bei Dreo und Levoit) verbaut, der elektrische Energie in Rotationsbewegung umsetzt.

  • Standfuß: Es sollte auf eine sichere Standbasis geachtet werden, vor allem wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt sind. Die fünf Geräte im Test stehen alle stabil.

  • Unterschied zum Standventilator: Der Standventilator hat einen großen Propeller mit sichtbaren Rotorblättern, die Luft nach vorne schieben. Dagegen ist ein Turmventilator eine schlanke Säule mit Querstromgebläse und Luftkanal. Darum ist er platzsparender, leiser und der Luftstrom gleichmäßiger, hat aber auch eine geringere Leistung als ein Standventilator.

*Wir kaufen die Produkte für den ntv Produkt-Check auf eigene Kosten und testen und vergleichen sie unabhängig und nach objektiven Kriterien. Wird ein Produkt über einen Link im Artikel gekauft, erhalten wir eine kleine Provision. Auf den Kaufpreis hat das keinen Einfluss.

Quelle: ntv.de

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