Baden-WürttembergFeuer bei Schramberg unter Kontrolle – Einsatz geht weiter

Die Feuerwehr hat den Brand im steilen Waldstück bei Schramberg unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten dauern weiter an. Was den Einsatz besonders herausfordernd macht.
Schramberg (dpa/lsw) - Über viele Stunden schlagen die Flammen aus dem dicht bewachsenen und steilen Waldstück bei Schramberg empor, dann gibt die Feuerwehr Entwarnung. Sie hat den Brand mit Hunderten Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht. "Stand jetzt ist das Feuer unter Kontrolle", sagte ein Sprecher Rottweiler Feuerwehr. Das gelte auch für die beiden schwer zugänglichen Brandherde im Steilhang. "Das Feuer ist aber noch nicht aus", betonte er jedoch.
Insgesamt wird die betroffene Fläche auf 15 bis 20 Hektar geschätzt. Nach eigenen Angaben ist die Feuerwehr noch bis in die Abendstunden im Einsatz. Es werde weiter gelöscht. In ersten Bereichen habe die Feuerwehr aber auch schon mit den Nachlöscharbeiten begonnen.
Feuer breitete sich schnell aus
Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen und hatte sich in der Nacht deutlich ausgebreitet. Zunächst sei nur ein kleiner Vegetationsbrand gemeldet worden. "Aber das Feuer hat sich relativ zügig entwickelt", sagte Patrick Wöhrle von der Feuerwehr Schramberg.
Lange standen hohe Rauchwolken über dem Waldstück. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen von mehreren Seiten aus. Allerdings erschwerte das unwegsame und steile Gelände den Einsatz erheblich. Feuerwehrleute konnten sich den Brandherden nicht überall nähern, weil die Hänge schwer zugänglich waren.
Unimog und Polizeihubschrauber im Einsatz
Deshalb wurde das Feuer auch mit einem Polizeihubschrauber bekämpft, der im Schwebeflug Löschwasser aufnehmen und über den Flammen ablassen kann. Die Feuerwehr Reutlingen setzte zudem einen speziellen, geländegängigen Unimog ein. Das Fahrzeug kann im schwierigen Waldgelände fahren und während der Fahrt löschen.
"Der Einsatz des Hubschraubers mit Löschwasserbehälter hat Wirkung gezeigt", sagte der Feuerwehrsprecher im Landkreis Rottweil. Es sei gelungen, eine Ausbreitung der Flammen in Richtung der angrenzenden Wohnbebauung zu verhindern. Vorsorglich wurde eine in der Nähe verlaufende Hochspannungsleitung abgeschaltet.
Appell an die Bevölkerung
In der Nacht waren rund 330 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie wurden am nächsten Tag schrittweise abgelöst. Etwa 80 Fahrzeuge, darunter spezielle Tanklöschfahrzeuge, unterstützten die Löscharbeiten. Auch Landwirte halfen mit Gülle- und Wasserfässern. "Es gab Probleme mit der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz", sagte Schrambergs Feuerwehrsprecher Wöhrle. Deshalb habe die Feuerwehr auf ein spezielles Löschwassersystem der Berufsfeuerwehr zurückgegriffen. Löschwasser wurde unter anderem auch aus einem Löschteich und dem Freibad im Stadtteil Tennenbronn bezogen.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr rief die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben, Fenster zu schließen und Klimaanlagen auszuschalten, um nicht unnötig Ruß und Rauch einzuatmen. Die Rauch- und Geruchsbelästigung habe durch den Regen zwar deutlich abgenommen, ergänzte die Feuerwehr. Die Bitte gelte aber weiterhin.