Baden-WürttembergSturmschäden durch Gewitter und Hagel in der Nordwestschweiz

Heftige Gewitter und Hagel mit bis zu sechs Zentimeter großen Körnern haben in der Nordwestschweiz für Schäden und Zugausfälle gesorgt.
Bern (dpa/lsw) - Eine heftige Gewitterfront mit Hagel hat in der West- und Nordwestschweiz für Sturmschäden gesorgt. Unter anderem wurde der Zugverkehr auf der Strecke von Biel nach Olten wegen des Unwetters unterbrochen, wie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mitteilten.
Der Wetterdienst SRF Meteo zählte innerhalb kurzer Zeit rund 46.000 Blitze und vermeldete zwei geografische Bänder mit starken Hagel-Niederschlägen, die sich von der Region Basel und vom Neuenburgersee östlich zum Bodensee hinzogen. Örtlich hätten die Hagelkörner einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern gehabt. Solch riesiger Hagel komme in der Schweiz relativ selten vor.
Im Kanton Schaffhausen seien Windböen in Geschwindigkeiten von bis zu 142 Stundenkilometern gemessen worden. Besonders stark betroffen war der Kanton Solothurn. Das Gewitter habe den Kanton ziemlich heftig heimgesucht, sagte eine Sprecherin der Solothurner Kantonspolizei auf Anfrage der schweizerischen Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Am Vormittag seien weit über 200 Schadensmeldungen eingegangen. Über Verletzte habe man aber noch keine Hinweise. In Aarau wurden Teile des Dachs einer Turnhalle abgedeckt.
Wegen des Unwetters kam es auch zu Unterbrechungen im Bahnbetrieb. So auf der Strecke von Biel nach Olten, die derzeit nicht befahrbar ist, wie die SBB mitteilten. Am späteren Vormittag zog die Gewitterfront in Richtung Osten, nach Zürich und Schaffhausen weiter.