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Baden-WürttembergSuche nach Atommüll-Endlager: Das wird heute wichtig

27.10.2026, 04:03 Uhr
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(Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Vor etwa neun Jahren startete die Suche nach einem Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll. Im Rennen sind auch Gebiete im Südwesten. Heute geht die Suche einen Schritt weiter.

Stuttgart/Peine (dpa/lsw) - Auf der Suche nach einem Endlager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll steht heute ein wichtiger nächster Schritt an. Die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) stellt ihren aktuellen Arbeitsstand vor. Im Rennen sind auch mehrere große Flächen in Baden-Württemberg.

Nachdem die geeigneten Regionen zuletzt bereits auf 25 Prozent der deutschen Landesfläche eingegrenzt wurden, soll nun zum ersten Mal für bundesweit alle Gebiete eine Bewertung ihrer möglichen Eignung für ein Endlager vorliegen, wie Sven Petersen, Sprecher der BGE, erklärte.

Die Gebiete in Baden-Württemberg, die die ersten Prüfschritte bestanden haben, lassen sich in vier Regionen zusammenfassen: ein Gebiet im nördlichen Schwarzwald, eines im südlichen Schwarzwald, der Raum Ulm mit Gebieten auf der Schwäbischen Alb und Gebiete in der Kurpfalz in Nordbaden bei Heidelberg.

Vier mögliche Szenarien

Für den neuen Arbeitsstand, der heute vorgestellt wird, gibt es laut Petersen vier mögliche Szenarien. Erstens könnte es sein, dass ein oder mehrere Gebiete aus der Kategorie A ("beste Eignung") in die Kategorie B ("gute Eignung") fallen, die Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechenden Gebiete in die finale Auswahl kommen, also deutlich sinkt.

Im zweiten Szenario könnte es passieren, dass ein oder mehrere der bereits als geeignet bewerteten Gebiete eingegrenzt – also verkleinert – werden. Im dritten Szenario bleibt die Bewertung aller Gebiete im Vergleich zum letzten Arbeitsstand von Ende letzten Jahres gleich. Dass Gebiete, welche die ersten Prüfschritte bereits bestanden haben, wieder in die Kategorien C ("ungeeignet oder geringe Eignung") oder D ("ungeeignet") fallen, sei zwar an sich auch eine Option – aus Sicht von Petersen aber ein sehr unwahrscheinliches (viertes) Szenario.

Quelle: dpa

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