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Baden-WürttembergWas tun, wenn KI-generierte Missbrauchsbilder auftauchen?

07.10.2026, 04:04 Uhr
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Mit dem technischen Fortschritt lassen sich auch pornografische Inhalte mit Kindern recht leicht digital herstellen. Was können Eltern und Schulen tun, wenn KI-generierte Missbrauchsbilder auftauchen?

Karlsruhe (dpa/lsw) - Angesichts einer deutlichen Zunahme KI-generierter Pornografie aus Fotos von Kindern und Jugendlichen raten Cybercrime-Experten zu einem sorgsamen Umgang mit Kinderfotos im Netz. "Eltern müssen sich klarmachen, dass jedes Bild genutzt werden kann, es mittels KI zu verfälschen", sagte Oberstaatsanwalt Mirko Heim vom Cybercrime-Zentrum (CCZ) Baden-Württemberg bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe.

Jegliche Bilder oder Videos, die im Internet oder auf sozialen Medien eingestellt werden, könnten zur Erstellung von Kinderpornografie genutzt werden. "Die Veröffentlichung von Kinderfotos sollte man daher gut abwägen."

Bilder nicht speichern oder weiterleiten

Kursieren KI-generierte Darstellungen innerhalb einer Klasse oder eines Freundeskreises, sollte man dies sofort bei der Polizei melden. Dann könnten die Ersteller/Verbreiter zur Verantwortung gezogen werden. Und es könne unterbunden werden, dass die Inhalte weiter verbreitet würden. Die Polizei führe regelmäßig im Nachgang eines solchen Vorfalls ein Gefährdergespräch mit der Klasse durch, erklärten die Fachleute.

Wichtig ist den Angaben zufolge, die Bilder nicht weiterzuleiten oder abzuspeichern. Sonst mache man sich im Zweifel selbst strafbar.

Zahlen zur Entwicklung des Phänomens hat das CCZ nicht. Die Fälle mit KI-generierter Kinder- und Jugendpornografie nehmen den Angaben nach aber deutlich zu. "Dies liegt auch daran, dass es zwischenzeitlich keiner besonderen IT-Expertise mehr bedarf, um mittels frei zugänglicher KI-Software solche Inhalte zu erstellen", sagte Heims Kollege, Erster Staatsanwalt Thorsten Nees.

Quelle: dpa

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