Regionalnachrichten

Bayern1860 München feiert versöhnliches Wiesn-Finale

04.10.2026, 10:16 Uhr
image

Der Münchner Trainer Alper Kayabunar muss in der Kabine laut werden. Nach einer schwachen ersten Hälfte sorgen die "Löwen" noch für ein gelungenes Oktoberfest-Finale.

München (dpa/lby) - Auf dem Papier las sich der Wiesn-Ausklang des TSV 1860 München prächtig. Die "Löwen" meldeten sich nach der unnötigen ersten Saisonniederlage gegen Wacker Burghausen (1:3) vor einer Woche in der Fußball-Regionalliga eindrucksvoll zurück. Sie bezwangen am Samstag die SpVgg Ansbach mit 4:0 (0:0). Doch mit der ersten Hälfte war der Münchner Trainer Alper Kayabunar alles andere als zufrieden.

"Wir haben das nicht auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten, das Tempo hochhalten und uns in offene Räume bewegen", analysierte Kayabunar, der in der Kabine laut wurde, nach dem fünften Saisonsieg. "In der einen oder anderen Situation hatten wir Glück. Das haben wir ganz klar in der Halbzeit angesprochen, was wir von den Jungs sehen wollen."

Herrlicher Freistoß von Deniz

Nach der Standpauke zur Halbzeit gaben die "Löwen" dann Gas. Felix Weber (50. Minute), Florian Niederlechner (58.), Joker Fabio Wagner (63.) und Tunay Deniz (79.) mit einem Freistoßtor aus rund 30 Metern erzielten die Treffer.

"Wir kommen mit mehr Energie aus der Pause. Das Tor von Felix Weber zu Beginn der zweiten Halbzeit tut uns gut", befand Kayabunar. Insgesamt sei die Chancenverwertung in der zweiten Hälfte "richtig gut" gewesen. "Natürlich freuen wir uns auch über das zu Null." Beide Wiesn-Heimspiele konnten die Münchner damit ohne Gegentor gewinnen.

Ein Sonderlob gab es von Kayabunar für Wagner, der den verletzten Raphael Ott zur Halbzeit ersetzte. "Er hat das erste Tor vorbereitet, das dritte selbst erzielt und viel Tempo und Energie reingebracht. Genau das, was uns in der ersten Halbzeit gefehlt hatte", sagte Kayabunar.

Das hat Ansbach "gekillt"

Für den Ansbacher Trainer Niklas Reutelhuber war der Knackpunkt der Partie der zweite "Löwen"-Treffer, als Niederlechner eine Ecke von Deniz per Kopf versenkte. "Gekillt hat uns der zweite Gegentreffer nach einer Ecke. Wenn du hier zwei Standardtore bekommst, dann kannst du nicht gewinnen - das gilt eigentlich für jedes Regionalligaspiel", sagte Reutelhuber. "Danach waren die Köpfe unten, die Energie war nicht mehr da."

In der Tabelle haben die Münchner sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter TSV Buchbach, der am Vortag gegen Eltersdorf die erste Saisonniederlage kassiert hatte. Der TSV 1860 hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als der Tabellenführer. Die "Löwen" erwarten dann am 30. Oktober Buchbach.

Quelle: dpa

Regionales