Sachsen-AnhaltStetig weniger neue Asylsuchende in Sachsen-Anhalt

Seit 2024 werden in Deutschland weniger Asylerstanträge gestellt. Damit kommen auch weniger Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt. Das Innenministerium legt neue Zahlen vor.
Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt geht stetig zurück. Im September seien 160 Menschen registriert worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Das seien rund 39 Prozent weniger als im Vorjahresmonat mit 261 Schutzsuchenden. "Zuletzt gab es im Jahr 2011 im Monat September (124) so wenig Asylzugänge", so das Innenministerium.
Insgesamt seien in diesem Jahr bis Ende September 1.475 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt gekommen. Das sei ein Drittel weniger als im Vergleichszeitraum 2025, als es 2.199 Personen waren.
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) verweist auf die veränderte Migrationspolitik. "Migration wird wieder gesteuert, geordnet und begrenzt." Auch bei Rückführungen und vom Land veranlassten freiwilligen Ausreisen dürfe nicht nachgelassen werden. "Ich begrüße die jüngsten Entscheidungen auf europäischer Ebene, die nunmehr Abschiebezentren in Drittstaaten ermöglichen. Damit wird eine weitere Option geschaffen, dass vollziehbar Ausreisepflichtige Deutschland wieder verlassen."