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BayernMünchen im "Wiesn-Fieber" - Volksfestwetter zum Start

17.09.2026, 18:08 Uhr
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Countdown zur Wiesn: Die Zelte stehen, die Trachtenläden sind gefüllt - München fiebert dem Fest entgegen. Erstmals sticht der neue OB Krause das erste Fass an. Welche Neuerungen es sonst noch gibt.

München (dpa/lby) - Neue Fahrgeschäfte, strengere Sicherheitsregeln - und ein neuer Rathauschef, der erstmals das Fest eröffnet: Das Oktoberfest startet mit frischem Wind. Die Wetterprognose ist gut. Die Meteorologen erwarten sonniges Wetter und milde 24 Grad, also optimales Fest-Wetter.

"Die ganze Stadt ist im absoluten Wiesn-Fieber", sagt Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) beim traditionellem Rundgang vor Beginn des Oktoberfests. In der Stadt spüre man bereits den "Vibe". Am Samstag wird Krause mit dem Ruf "O'zapft is" den offiziellen Startschuss geben.

Mit Spannung wird erwartet, wie viele Schläge der neue OB auf seiner ersten Wiesn braucht, bis der Zapfhahn sitzt und das Bier fließt. "Zwei bis drei ist das Ziel", erklärt er. Das ein oder andere Fass hat Krause schon zum Üben angezapft. Die erste Maß bekommt dann traditionell der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erstmals aus der Hand eines Grünen.

Wiesn-Chef blickt mit Vorfreude auf die Wiesn

Auch Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) blickt mit Vorfreude auf den Wiesn-Start und sieht die Stadt gut gerüstet: "Der Aufbau hat wirklich wie am Schnürchen geklappt", sagt er. "Man merkt es, wenn man übers Gelände geht und dann schaut, wie die Schausteller, aber auch die Wirte jetzt noch die letzten Vorbereitungen treffen. Da liegt so ein gewisses Fieber in der Luft", sagte der Festleiter. "Das Wetter passt auch." Weiß-blauer Himmel sei vorausgesagt für den Eröffnungstag. "Mehr kann man sich nicht wünschen."

Drei neue Fahrgeschäfte

Drei neue Fahrgeschäfte feiern ihre Wiesn-Premiere. Das "Shake & Roll" ist die Weiterentwicklung des klassischen "Break Dance", weil die Gondeln nicht fest montiert sind, sondern sich überschlagen können. OB Krause und Wiesn-Chef Scharpf saßen auf dem Rundgang zumindest mal Probe.

Auf Erkundungstour ging es für OB Krause auch im "The Fischerman's Place". Dort warten auf drei Etagen Hindernisse wie Wackelböden, Drehtellern und eine Rutsche, die die Geschicklichkeit und Standfestigkeit der Besucher auf die Probe stellen. Das "Chaos Pendel" wirbelt die Fahrgäste in bis zu 42 Metern Höhe und mit 80 Kilometern pro Stunde durch die Luft - Krause und Scharpf winkten ab.

Neuer Wiesn-Wirt Klaus Bartl

Auch bei den Zelten gibt es Neues: Weil der Wirt der "Münchner Stubn", der in anderer Sache mit der Stadt um die Zulassung zum Oktoberfest streitet und gerichtlich eine EU-weite Ausschreibung der großen Zelte durchsetzen will, kurzfristig hingeschmissen hat, bekommt "Bartls Flößerstadl" seinen Platz.

In einer Rekordzeit von gerade einmal zehn Wochen hat Wirt Klaus Bartl gemeinsam mit seinem Team das Zelt aus der Wiege gehoben, wie er berichtet. Die Vorbereitungen laufen demnach auf Hochtouren. Außerdem bekommt "Bodo's Cafézelt und Cocktailbar" ein komplett neues Festzelt aus Holz. Das Paulaner-Festzelt wiederum hat einen neuen Wirt.

Beim Crowdmanagement nachgeschärft

Nachdem das Fest im vergangenen Jahr am zweiten Samstag wegen Überfüllung womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte, wurde unter anderem ein neues Koordinierungs- und Beobachtungszentrum sowie Videoüberwachung zur "Früherkennung von neuralgischen Punkten" eingerichtet. Crowdmanagement und Besucherlenkung werden verbessert, KI-gestützte Kameras sollen zu große Ansammlungen erkennen - und schnell Alarm schlagen. Die Stadt habe mit Hochdruck am "Mengenmanagement" gearbeitet, sagte Krause.

Etwa 600 Polizeibeamte sind rund um das Fest im Einsatz. Die Wiesnwache wird unterstützt von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, spezialisierten Taschendieb-Fahndern und internationalen Einsatzkräften aus acht Ländern. Krause sagte, er fühle sich sicher. "Ich habe keine Hinweise von der Polizei vernommen, dass es eine erhöhte Bedrohungslage gäbe".

Quelle: dpa

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