Berlin & BrandenburgBelohnung nach Anschlag bei Büttner zurückgezogen

Nach dem Brandanschlag auf das Grundstück des Antisemitismusbeauftragten zieht die Generalstaatsanwaltschaft die ausgelobte 10.000-Euro-Belohnung zurück. Zwei seiner Bekanntem stehen im Fokus.
Brandenburg an der Havel (dpa/bb) - Nach den Ermittlungen gegen zwei Verdächtige wegen des Brandanschlags auf das Grundstück des Antisemitismusbeauftragten hat die Generalstaatsanwaltschaft die Aussetzung einer Belohnung zurückgenommen. Darüber informierte die Behörde mit Sitz in Brandenburg an der Havel in einer kurzen Mitteilung.
Einige Tage nach dem Anschlag am 4. Januar hatte die Generalstaatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Inzwischen ermittelt die Behörde gegen zwei Bekannte des Beauftragten gegen Antisemitismus in Brandenburg, Andreas Büttner. Die Motivlage ließen die Ermittler bislang aber offen.
Büttner kannte die beiden verdächtigen Männer nach eigenen Angaben seit 2019. Unter anderem habe er 2023 mit ihnen eine Gesellschaft gegründet, die aber nie aktiv gewesen sei, so Büttner im April. Die Generalstaatsanwaltschaft hielt sich bislang mit Informationen zu ihren Ermittlungen bedeckt.
Büttner mit Landtagspräsidentin im Gespräch
Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke wollte im Zusammenhang mit dem Fall auch ein Gespräch mit Büttner führen, wie es von einer Sprecherin der Landtagsverwaltung hieß. Liedtke ist oberste Dienstherrin des Beauftragten, der am Landtag angesiedelt ist.
Auf dem Privatgrundstück Büttners in Templin hatten Täter ein Gebäude in Brand gesetzt. Es stand neben dem Wohnhaus, in dem Büttner mit seiner Familie lebt. Verletzt wurde niemand. An der Haustür des Wohnhauses wurde außerdem mit roter Farbe ein Dreieck angebracht. Laut Generalstaatsanwaltschaft entsprach es dem Zeichen, das die palästinensische Terrororganisation Hamas nutzt. Zudem ging ein Drohbrief gegen Büttner beim Landtag in Potsdam ein.