Berlin & Brandenburg"Ein Papa und ein Großvater": Jan Redmann und Dietmar Woidke

Nach dem Aus für die SPD/BSW-Koalition in Brandenburg trafen sich die Spitzen von SPD und CDU - inkognito in einem Berliner Lokal. Dabei wurden beide beim Familienplausch ganz privat.
Potsdam (dpa/bb) - Politiker sind auch nur Menschen: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und der CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann haben sich bei einem Treffen als Papa und Großvater ausgetauscht.
Der CDU-Mann berichtete bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags von einem Geheimtreffen beider in Berlin - gleich nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition. "Da haben wir beide miteinander zusammengesessen und es gab da so einen Moment, an dem wir beide über Familie sprachen", sagte Redmann. Der Politiker hat eine 20 Monate alte Tochter.
Zwei Politiker als Familienmenschen
"Ich habe von meiner Tochter berichtet, du hast von deinen Enkelkindern berichtet. Und als wir da so über unsere Erfahrungen sprachen, die wir so machen, wenn wir auf die Kita schauen, auf das Bildungssystem schauen, dann saßen da auf einmal gar nicht der Ministerpräsident und der Fraktionsvorsitzende, sondern da saßen ein Papa und ein Großvater, die darauf schauen und sagen: Na ja, da müssen wir mehr hinkriegen."
SPD und CDU wollen Praxis verändern
In Potsdam werde manchmal an der Realität vorbei diskutiert, meinte der CDU-Landes- und Fraktionschef. An jedes Thema so heranzugehen, um die Praxis zu verändern - "das ist das, was uns in den Koalitionsverhandlungen geleitet hat." Beide stellten den Koalitionsvertrag von SPD und CDU als Basis einer künftigen gemeinsamen Regierungsarbeit vor. Wenn die Parteigremien zustimmen, könnte die Koalition Mitte März stehen.