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Berlin & BrandenburgDiese Online-Entscheidungshilfen gibt es vor der Berlin-Wahl

18.09.2026, 05:13 Uhr
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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Am Sonntag wird in Berlin gewählt. Es gibt zahlreiche Entscheidungshilfen im Internet. Die wichtigsten Tools im Überblick.

Berlin (dpa/bb) - Vor der Wahl gibt es verschiedene Online-Angebote, die über die Standpunkte der Parteien informieren und eigene Positionen abgleichen. Die bekannteste Entscheidungshilfe ist wohl der Wahl-O-Mat. Doch mittlerweile gibt es weitere Tools, die Orientierung bieten. Ein Überblick über die bekanntesten.

Wahl-O-Mat: Entscheidungshilfe seit 24 Jahren

Er ist der Haudegen unter den Entscheidungshilfen: Bereits seit 2002 bietet die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe zur Stimmabgabe an - damals zunächst für eine Bundestagswahl. Für die Wahl zum Abgeordnetenhaus haben alle 17 Parteien zu den Thesen des Wahl-O-Mats Stellung bezogen. Nutzer können sich durch die 38 Fragen klicken und dabei zwischen "stimme zu", "neutral" und "stimme nicht zu" wählen. Themen, die ihnen besonders wichtig sind, können sie stärker gewichten. Außerdem haben Parteien die Möglichkeit, ihre Standpunkte zu begründen.

Real-O-Mat: Abstimmungsverhalten statt Wahlversprechen

Der Real-O-Mat basiert nicht auf Wahlversprechen und eigenen Aussagen der Parteien, sondern betrachtet laut dem Betreiber "FragDenStaat" das Abstimmungsverhalten von Fraktionen. Bei der Entscheidungshilfe zur Abgeordnetenhauswahl können sich die Nutzer auf der gemeinnützigen Internet-Plattform zu 15 Forderungen der vergangenen Legislaturperiode positionieren. Dabei können sie wählen zwischen "Nein, geht mir zu weit", "Ja, finde ich auch" und "Nein, reicht mir nicht aus". Anschließend wertet das Tool die Position der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien auf Basis des Abstimmungsverhaltens aus. So sollen Nutzer die eigene Position mit dem Standpunkt der Parteien vergleichen können.

Sozial-O-Mat: Schwerpunkt auf Gesundheit, Pflege und Gesellschaft

Das Angebot der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat die Parteien zu sozialen Themen befragt. Dabei können Nutzer ihren Standpunkt mit der Position der Parteien in fünf Kategorien vergleichen: Gesundheit und Pflege, Armut und Gesellschaft, Migration und Integration, Kinder und Jugend sowie Wohnen. Außerdem hat die Diakonie selbst ihre Standpunkte im Sozial-O-Mat hinterlegt. Auch diese lassen sich mit der eigenen Position vergleichen.

Kandidierenden-Check: Person statt Partei

Beim Angebot der Plattform "Abgeordnetenwatch" können Nutzer den eigenen Standpunkt mit der Position der Kandidaten in ihrem Wahlkreis vergleichen. Dazu wählen sie bei insgesamt 21 Thesen zwischen "lehne ab", "neutral" und "stimme zu" aus. Die Themen reichen von einer möglichen Randbebauung des Tempelhofer Feldes über KI-gestützte Überwachungstechnik an Bahnhöfen bis hin zu einem Verbot von Leih-E-Scootern im Stadtgebiet.

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus werden die Kandidaten mit der Erststimme gewählt. Mit der Zweistimme wählt man eine Partei.

Party-Check: Experteneinschätzung statt Parteiantworten

Beim Party-Check für Berlin geben Nutzer bei 18 Fragen eine Positionierung ab auf einer Skala von 1 bis 20. Anschließend kann man den eigenen Standpunkt mit der Position der Parteien vergleichen. Letztere wird von Politikwissenschaftlern ermittelt und beruht damit - anders als bei vielen weiteren Entscheidungshilfen - nicht auf einer Selbsteinschätzung der Parteien. Das Angebot ist außerdem auf Türkisch abrufbar.

Entwickelt wurde der Party-Check, der auch schon für andere Landtagswahlen angewendet wurde, von Universitäten aus Potsdam, Greifswald, Jena, Chemnitz und Darmstadt. Die Macher selbst bezeichnen das Tool auf ihrer Webseite als "zusätzlichen Partei-Test, der den Wahl-O-Maten sinnvoll ergänzt".

Quelle: dpa

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