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Berlin & BrandenburgInnensenatorin ruft zu friedlichem 1. Mai in Berlin auf

29.04.2026, 12:47 Uhr
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(Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa)

Innensenatorin Spranger setzt auf einen friedlichen 1. Mai und sieht Berlin gut vorbereitet. Im Vorjahr gab es mehr als 70 Festnahmen und verletzte Polizisten bei den Demonstrationen.

Berlin (dpa/bb) - Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat zu einem gewaltfreien und entspannten 1. Mai aufgerufen. "Man kann und soll demonstrieren. Aber bitte friedlich", sagte Spranger am Rande einer Pressekonferenz der dpa. "Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass der 1. Mai sehr, sehr gut in Berlin verlaufen ist. Und wir sind gut vorbereitet."

Senat, Polizei, Feuerwehr und Staatsanwaltschaft hätten sich sehr eng miteinander abgestimmt, sagte Spranger. Auch das Abgeordnetenhaus sei einbezogen worden. Daher gehe sie davon aus, dass der Tag wieder friedlich verlaufen werde.

Im vergangenen Jahr mehr als 70 Festnahmen

Im vergangenen Jahr verlief der 1. Mai weitgehend gewaltfrei, trotzdem wurden bei den Demonstrationen etwas mehr als 70 Menschen wegen Verstößen und Störungen von der Polizei festgenommen. Oft ging es um Flaschen- und Böllerwürfe oder verfassungswidrige Propaganda.

13 Polizisten wurden nach den Angaben verletzt, 10 davon leicht. 5.800 Polizisten, darunter 2.200 aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei, waren während der zahlreichen Demonstrationen am ganzen Tag im Einsatz.

2025 schwarzer Block von Linksautonomen am Ende der Demonstration

An der großen linken bis linksradikalen Demonstration am Abend in Kreuzberg und Neukölln nahmen laut Polizei 15.000 bis 18.000 Menschen teil, die Veranstalter sprachen von 30.000 Demonstranten. Große Zwischenfälle oder Gewaltausbrüche wie in früheren Jahrzehnten gab es trotz zum Teil sehr aggressiver Stimmung nicht.

Israelfeindliche Sprechchöre wurden skandiert, bengalisches Feuer und Rauchtöpfe waren zu sehen. Manche Demonstranten waren vermummt, darunter viele im sogenannten schwarzen Block von Linksautonomen am Ende des Zuges.

Am Abend wurde am Rand der Demonstration der geschäftsführende Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf der Straße von Demonstranten angepöbelt und aggressiv beschimpft. Lauterbach musste beschützt von Leibwächtern des Bundeskriminalamtes (BKA) fliehen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) betonte vor einem Jahr, angesichts der verletzten Kollegen und Angriffen auf die Polizei sowie antisemitischer Parolen könne man nicht von einem friedlichen 1. Mai sprechen.

Quelle: dpa

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