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Berlin & BrandenburgJunge Männer bei Messerattacken in Berlin verletzt

22.10.2026, 14:40 Uhr
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Ein junger Mann wird in einem Park in Hellersdorf von mehreren Unbekannten angegriffen. Ein anderer liegt blutend auf einem Schulhof. In beiden Fällen können die Täter entkommen.

Berlin (dpa/bb) - Zwei junge Männer sind bei Messerattacken in Berlin verletzt worden. Ein 20-Jähriger wurde in der Nacht gegen 1.50 Uhr auf einem Schulgelände in Neukölln mit einer stark blutenden Stichverletzung aufgefunden, wie die Polizei berichtete. Ein Polizist, ausgebildeter Rettungssanitäter, leistete nach den Angaben Erste Hilfe.

Rettungskräfte brachten den Verletzten später in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach den Angaben nicht. Nach einem Bericht der "B.Z" war es zuvor im Innenhof der katholischen Schule St. Marien zu einem Streit zwischen dem 20-Jährigen und weiteren jungen Männern gekommen. Einer der Beteiligten soll dabei ein Messer gezogen haben.

Wenige Stunden zuvor war ein 18-Jähriger in einem Park im Bezirk Marzahn-Hellersdorf schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde er von mehreren Unbekannten mit einem Messer attackiert. Der 18-Jährige trug mehrere Schnitt- und Stichverletzungen im Oberkörper davon, wie es hieß. Der junge Mann wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin bestand auch bei ihm keine Lebensgefahr. Die Täter sollen in Richtung des U-Bahnhofs Hellersdorf geflüchtet sein.

Strategie gegen Messergewalt

In Berlin kommt es immer wieder zu folgenschweren Verletzungen bei Messerattacken. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in der Hauptstadt laut Kriminalstatistik 3.599 Fälle im Bereich "Messerangriff". Im Vergleich zum Vorjahr war dies nach den Angaben eine Zunahme um 5,5 Prozent. Etwa die Hälfte waren Drohungen. 1.906 Verdächtige ermittelte die Polizei.

Als Reaktion auf eine Zunahme von Messerkriminalität wurde im Dezember 2024 eine Koordinierungsstelle für Messerstraftaten beim Landeskriminalamt (LKA) eingerichtet und die Strategie gegen Messergewalt neu ausgerichtet und verschärft.

Im ersten Quartal des aktuellen Jahres ist die Zahl der Messerangriffe in Berlin nach Daten der Polizei zurückgegangen. Insgesamt wurden vom 1. Januar bis zum 31. März 611 solcher Taten erfasst, wie die Polizei im April mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um etwa 27 Prozent, hieß es damals.

Quelle: dpa

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