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Berlin & BrandenburgMehr als 50.000 Erwachsene in Brandenburg glücksspielsüchtig

28.09.2026, 06:01 Uhr
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Glücksspielsucht ist eine anerkannte Sucht, bei der Betroffene die Kontrolle über ihr Spielverhalten verlieren. Das kann finanzielle Folgen haben. Eine Brandenburger Landesstelle will mehr Schutz.

Potsdam (dpa/bb) - Die rund 56.000 von Glücksspielsucht betroffenen Erwachsenen in Brandenburg sollten nach Angaben der Landesstelle für Suchtfragen besser geschützt werden. Während für andere gesundheitsschädliche Produkte und Suchtmittel weitreichende Werbebeschränkungen gelten würden, bleibe die Glücksspielwerbung in vielen Bereichen weiter erlaubt, kritisierte die Landesstelle anlässlich des Aktionstags gegen Glücksspielsucht am Mittwoch (30. September).

Die Möglichkeit, Glücksspielangebote zu bewerben, steht nach Ansicht des Vereins im Widerspruch zu den Zielen des Schutzes von Spielern, Jugendlichen und der Gesundheit im Allgemeinen. Die Landesstelle hält es für nötig, dass Sponsoring für Glücksspielanbieter im Sport verboten wird. Auch die Werbung von Dachmarken bei Sportveranstaltungen solle nicht mehr erlaubt sein. Die Werbung in sozialen Medien solle auf sachliche Informationen beschränkt werden.

Länder haben Regeln vereinbart

Im Glücksspielstaatsvertrag haben sich die Bundesländer zum Ziel gesetzt, das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen. Bis Ende dieses Jahres ist ein Bericht zur Regulierung von Glücksspiel vorgesehen. Im Vertrag ist die Werbung reglementiert.

Die Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Zielgruppen richten. Die Ergebnisse von Glücksspielen dürfen darin nicht so dargestellt werden, als ob sie durch den Spieler beeinflussbar sind. Täglich zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr ist Werbung im Rundfunk und Internet für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele verboten.

Nach einer Hochrechnung sind der Landesstelle zufolge 56.000 Erwachsene in Brandenburg von einer Glücksspielstörung betroffen, 140.000 weitere spielen riskant. Die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen fördert und koordiniert Suchtvorsorge und Suchtkrankenhilfe. Sie wird unter anderem vom Land Brandenburg gefördert.

Quelle: dpa

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