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Berlin & BrandenburgMillionenschwere Drogengeschäfte? Fünf Männer vor Gericht

13.05.2019, 05:51 Uhr

Berlin (dpa/bb) - Weil sie an einem Schmuggel von insgesamt rund 80 Kilogramm Kokain nach Berlin beteiligt gewesen sein sollen, stehen fünf Männer seit Montag vor dem Landgericht Berlin. Die 29- bis 37-Jährigen sollen ab Spätsommer 2018 als Bande agiert haben. Die Staatsanwaltschaft geht von millionenschweren Drogengeschäften aus. Ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Montag zunächst offen.

Fahnder hatten knapp 33 Kilogramm Kokain sichergestellt, als die mutmaßliche Bande vor sechs Monaten festgenommen wurde. Der Marktwert der Drogen wurde damals auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Bei dem Zugriff wurden nach Angaben der Polizei zudem 56 000 Euro Bargeld sowie sieben Tatfahrzeuge beschlagnahmt. Die Verdächtigen seien schon längere Zeit beobachtet worden, hieß es.

Die Gruppierung soll bei sechs Fahrten Drogen aus den Niederlanden und Dänemark nach Deutschland geschmuggelt haben. Dabei sei jeweils Kokain im Kilogrammbereich in ein Auto "verbaut" und nach Berlin gebracht worden, so die Anklage. In der Hauptstadt sei das Rauschgift zunächst in einem im Stadtteil Dahlem abgestellten Fahrzeug versteckt und schließlich an unbekannte Abnehmer verkauft worden. In einem Fall habe ein 37-jähriger Angeklagter vier Pakete mit etwa vier Kilogramm Kokain für 34 000 Euro pro Kilogramm weitergegeben. Die Verhandlung wird am 20. Mai fortgesetzt.

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