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Berlin & Brandenburg Neues Zentrum am Klinikum soll Versorgung verbessern

Der Eingang zum Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

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Cottbus (dpa/bb) - Lange Leidenswege, verzweifelte Besuche beim Arzt: Menschen mit seltenen und ungeklärten Erkrankungen sind mit ihren gesundheitlichen Problemen häufig allein. Das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus hat für diese Patienten eine Anlaufstelle geschaffen. Ein neu gegründetes Zentrum umfasst mehrere Fachzentren: Kinderklinik, Sozialpädiatrisches Zentrum, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie und Hautklinik, wie das Klinikum am Donnerstag mitteilte. Dort solle Menschen umfassend und fachübergreifend geholfen werden.

Kooperationspartner sind unter anderem die Studienzentrale des CTK und die Praxis für Humangenetik am Klinikum. Außerdem soll ein sogenannter ärztlicher Lotse an der CTK-Poliklinik Patienten mit seltenen oder ungeklärten Erkrankungen beraten und an Spezialambulanzen vermitteln. Zudem sollen bundesweite Kooperationen über seltene Erkrankungen zwischen dem CTK und anderen Fachzentren gefördert werden. So könnten sich Fachleute untereinander austauschen und den neuesten Forschungsstand abgleichen, wie es weiter hieß.

Eine Erkrankung gilt den Angaben zufolge als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen davon betroffen sind. Da es sich meist um genetisch bedingte Erkrankungen handelt, seien die Diagnosestellung oftmals langwierig und die therapeutischen Möglichkeiten mitunter begrenzt. Unterstützt wird das Zentrum vom Förderverein des Klinikums. Er hilft nicht nur beim Aufbau und der Vernetzung des neuen Zentrums, sondern unterstützt auch Betroffene.

© dpa-infocom, dpa:210624-99-132242/2

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