Berlin & BrandenburgWahlplakate in Berlin beschädigt und verbrannt

Rund fünf Wochen vor der Berliner Wahl nimmt der Vandalismus gegen Wahlplakate zu. Alleine in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden mehrere Beschädigungen bekannt. Einige Plakate wurden angezündet.
Berlin (dpa/bb) - Unbekannte haben in Berlin mehrere Plakate zur Wahl zum Abgeordnetenhaus beschädigt und teilweise verbrannt. Die Täter blieben unerkannt, wie die Polizei mitteilte. Am späten Freitagabend wurden die Beamten zunächst nach Reinickendorf alarmiert.
Auf dem Mittelstreifen der Lindauer Allee wurden zwei Großplakate von CDU und SPD mit Farbe besprüht. Die Täter hätten auf beide Plakate das Wort "Nazi" und die Zahlenkombination 161 gesprüht, sagte der Polizeisprecher.
Am Samstagmorgen beobachtete dann eine Anwohnerin in Schöneberg eine weitere Zerstörung: An der Großgörschenstraße zur Ecke Katzlerstraße hätten Unbekannte zwei CDU-Plakate von einer Laterne gerissen und beschädigt. Die Beamten fanden die demolierten Reste auf dem Gehweg. Eine Stunde später brannten ebenfalls in Schöneberg Wahlplakate an der Kulmer Straße, die vorher an einem Laternenmast hingen. Es sei nicht mehr erkennbar, welche Partei hier betroffen war, sagte der Polizeisprecher. Die Plakate aus Kunststoff seien vollständig verbrannt. In allen Fällen ermittelt der Staatsschutz der Polizei wegen des politischen Motivs.