Berlin & BrandenburgWas es mit den neuen Wanderschildern in Berlin auf sich hat

Die schönsten Wanderstrecken gibt es manchmal vor der eigenen Haustür. Trotzdem kennen sie viele nicht. Das soll sich in der Hauptstadt nun ändern.
Berlin (dpa/bb) - Entspannung im Großstadtrubel: Grüne Wegweiser zeigen den Berlinern seit kurzem die schönsten Wanderstrecken ihrer Stadt. Was hat es damit auf sich?
Seit wann gibt es die Schilder?
2024 hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt damit begonnen, die grünen Wegweiser aufzustellen. Vor wenigen Wochen ist die Beschilderung schließlich fertiggestellt worden. Seitdem zeigt ein weißer Berliner Wanderbär samt Rucksack und Gehstock Touristen, Einheimischen und Zugezogenen die Wanderwege der Stadt.
Wie groß ist das Berliner Wandernetz?
Insgesamt gibt es nach Angaben der Senatsverwaltung 20 Strecken mit einer Länge von insgesamt 575 Kilometern zu entdecken. Viele dieser Wanderwege sind demnach frei von Autos und Motorrädern. Die längste Einzelstrecke bietet mit 63 Kilometern der Spreeweg, der im Westen Spandaus am Falkenhagener Feld beginnt und im Südosten Köpenicks im Hessenwinkel endet. Die kürzeste Strecke ist der Bullengrabenweg in Spandau mit einer Länge von sieben Kilometern.
Wie viele Schilder wurden in ganz Berlin aufgestellt?
Mehr als 5.500 Schilder und über 1.500 Pfeile sowie fast 4.000 weitere Markierungszeichen sollen nach Angaben der Senatsverwaltung Orientierung bieten. An den Pfosten der Wegweiser findet man QR-Codes, die weitere Informationen zu den verschiedenen Wegen bieten sowie zu einer digitalen Wanderkarte führen.
Wie viel haben die Schilder gekostet?
Die Gesamtkosten liegen laut Senatsverwaltung bei etwa 780.000 Euro. Ursprünglich seien 25.000 Euro weniger angesetzt gewesen. Die Mehrkosten sind auf höhere Preise beim Bauen zurückzuführen, wie es aus dem Senat heißt.