Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgWo kann ich die Sonnenfinsternis beobachten?

12.08.2026, 11:30 Uhr
Etwas-erhoeht-freie-Sicht-zur-Beobachtung-der-partiellen-Sonnenfinsternis-heute-Abend-muss-der-Blick-nach-West-Nordwest-frei-sein

Von Drachenberg bis Arkenberge: Diese Orte bieten die beste Sicht auf die Sonnenfinsternis und den Strom der Perseiden in Berlin und Brandenburg.

Berlin (dpa/bb) - Etwas erhöht, freie Sicht - zur Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis heute Abend muss der Blick nach West-Nordwest frei sein. Wer in Berlin und Brandenburg noch auf der Suche nach einem geeigneten Platz ist, könnte hier fündig werden:

  • Drachenberg: Der Drachenberg im Grunewald, auch kleiner Teufelsberg genannt, liegt 99 Meter über Normalnull. Große Bäume sind auf dem Plateau laut dem Hauptstadtportal berlin.de nicht zu finden, daher eignet es sich sehr gut als Aussichtsplattform - besser als der höhere, aber mehr mit Wald bedeckte Teufelsberg. 

  • Ahrensfelder Berge: 112 Meter sind die Ahrensfelder Berge hoch, der westliche Hügel mit der Aussichtsplattform ist sogar ein paar Meter höher. Vom Gipfel sind laut berlin.de der Fernsehturm und das Brandenburger Umland zu sehen - und am Abend möglicherweise auch die Sonnenfinsternis, wenn kein Baum die Sicht versperrt. 

  • Wolkenhain im Kienbergpark: Das im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gelegene Areal des Kienbergparks ist eine öffentliche Grünanlage und uneingeschränkt zugänglich. Das Wolkenhainareal ist heute sogar bis 22.00 Uhr geöffnet. 

  • Humboldthain: Sofern keine Bäume im Weg sind, könnte der Flakturm im Humboldthain auch eine gute Sicht auf die Sonnenfinsternis bieten. 

  • Arkenberge in Pankow: Ganz im Norden Berlins stehen die Arkenberge, die zu den höchsten Erhebungen Berlins zählen - und freie Sicht in alle Richtungen bieten. 

  • Havelland: Eine freie Anhöhe im Havelland eignet sich ebenfalls zum Beobachten - oder alternativ ein freies Feld mit Blick nach West-Nordwest bis zum Horizont. Wichtiger als die Höhe ist laut Stiftung Planetarium Berlin der freie Blick. 

Experten warnen: Um die Augen zu schützen, sollte man nur mit einer speziellen Sonnenfinsternisbrille in den Himmel schauen. Wer keine der begehrten Spezialbrillen ergattern konnte, könnte sich an einen gut besuchten Ort begeben - und den Nachbarn fragen, ob man auch mal einen Blick mit dessen Brille Richtung Sonne werfen darf.

Das Schauspiel dauert nämlich eine Weile: Ab 19.15 Uhr sollte man in den Himmel blicken, gegen 20.08 Uhr hat sich der Mond zu etwa 85 Prozent vor die Sonne geschoben, das ist die maximale Bedeckung, die hier zu sehen ist. Gegen 20.37 Uhr endet das Schauspiel.

Für die Beobachtung des Perseidenstroms empfiehlt sich ebenso ein freies Feld oder ein anderer Ort außerhalb der Stadt, wo es wenig Lichtverschmutzung gibt. Wolken dürften den Blick in beiden Fällen nicht trüben, der Deutsche Wetterdienst sieht für heute nur dünne Schleierwolken oder einzelne flache Quellwolken. Nachts empfiehlt sich aber eine Jacke, es wird bis zu 8 Grad frisch.

Quelle: dpa

Regionales