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SachsenBrückentest in Dresden erfolgreich - keine neuen Schäden

12.08.2026, 12:13 Uhr
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Der Belastungstest an der Budapester Straße in Dresden verlief ohne neue Schäden. Wie die nächsten Schritte für die Brücke aussehen, erklärt die Stadt.

Dresden (dpa/sn) - Der Belastungstest auf der zentralen Dresdner Brücke Budapester Straße ist erfolgreich beendet worden. "Die Fachleute sind mit den Messungen sehr zufrieden", teilte die Landeshauptstadt mit. Es gab demnach keine neuen Schäden oder Spanndrahtbrüche am Bauwerk. Der als Zeitpuffer eingeplante Reservetermin ab dem Abend entfällt.

In den Nächten zu Dienstag und Mittwoch fuhren für den Test vier Schwerlastfahrzeuge mit zunehmendem Gewicht von bis zu 326 Tonnen über den Spannstahlbau, der wegen zahlreicher Spanndrahtbrüche zum Großteil gesperrt ist. Dabei erfassten Sensoren, wie sich das Bauwerk unter der Belastung verhält, um die Resttragfähigkeit zu ermitteln. Die Kosten für den Test liegen bei 900.000 Euro.

Brücke könnte wieder in Betrieb genommen werden

Im nächsten Schritt werden nun die gesammelten Daten ausgewertet. Wenn es die Ergebnisse zulassen, könnte die Brücke schrittweise wieder in Betrieb genommen werden. Die Stadt will informieren, sobald die Auswertung abgeschlossen ist. An den Belastungstest schließt sich zudem ein mehrmonatiger Planungs- und Optimierungsprozess zu den erforderlichen Verstärkungsmaßnahmen am Bauwerk an.

Gleiche Bauweise wie Carolabrücke

Einen ähnlichen Test hatte es im April 2025 in Bad Schandau gegeben. Die monatelange Vollsperrung der dortigen Elbbrücke konnte anschließend für den Verkehr bis 7,5 Tonnen aufgehoben werden.

Die beiden Brücken in Dresden und Bad Schandau sind in gleicher Bauweise wie die teilweise eingestürzte Dresdner Carolabrücke errichtet. Sie gelten wegen des verbauten Hennigsdorfer Spannstahls als gefährdet für sogenannte Spannungsrisskorrosion, die laut Gutachten den Einsturz der Carolabrücke im September 2024 verursachte.

Sperrung wegen drohenden Einsturzes

Nach dem Einsturz hatte man auch ähnliche Brückenbauwerke in Dresden und ganz Sachsen unter die Lupe genommen. Aufgrund der dabei festgestellten Schäden wurde der Verkehr auf der Brücke Budapester Straße Anfang Mai zunächst begrenzt und wegen weiterer Schadensbilder am 13. Mai weitgehend lahmgelegt. Am besonders geschädigten Brückenzug C ließ die Stadt Stützen anbringen.

Quelle: dpa

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