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SachsenKretschmer empfängt Sächsische Hoheiten

12.08.2026, 11:59 Uhr
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Die Liebe der Sachsen zu Königlichen Hoheiten ist bekannt. Manche hatten sich 1990 sogar einen König für das Land ersehnt. Immerhin gab es mit "König Kurt" Biedenkopf als Landesvater einen Ersatz.

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) steht in der kommenden Woche ein ganz besonderer Termin bevor. Dann ist der Regierungschef von 16 Königlichen Hoheiten in ihren Kostümen umgeben. Die Damen verfügen zwar über kein eigenes Herrschaftsgebiet, verkörpern aber bestimmte Produkte aus dem Freistaat und haben meist mit Essen und Trinken zu tun.

Unter den Geladenen befinden sich etwa Sachsens Milchkönigin, Fischkönigin, Waldkönigin, Blütenkönigin und sogar die Sächsische Traktorkönigin, verriet die Staatskanzlei vorab. Fotografen dürfen sich in der Kuppelhalle der Machtzentrale über eine bislang nie dagewesen Konzentration von Kronen freuen.

Vergoldete Krone ziert die Sächsische Staatskanzlei

Auf der Spitze der Staatskanzlei thront - wie schon zu Zeiten der Monarchie - seit 1992 wieder eine 2,70 Meter hohe vergoldete Krone. Damals war CDU-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (1930-2021) Hausherr. Er wurde in der Bevölkerung oft scherzhaft "König Kurt" genannt. "Einige Menschen dachten daher, dass die Krone auf dem Gebäude auf seine wichtige Rolle in der sächsischen Politik hinweist. Tatsächlich erinnert die Krone aber an die Herrschaft des Hauses Wettin und symbolisiert Kontinuität und Stabilität", heißt es auf der Website der Staatskanzlei.

Auch Prinzessinnen in Amt und Würden

Tatsächlich gab es zur Zeit der politischen Wende in der DDR in Dresden ganz vereinzelt auch Stimmen, die für eine Wiedereinführung der Monarchie plädierten. Mit einem solchen Ansinnen meldeten sich Bürger bei Montagsdemonstrationen zu Wort - in der Regel zur Erheiterung der Anwesenden. Dass viele Sachsen ein Faible für Hoheiten haben, ist angesichts der vielen aktuellen Titel aber unbestritten. Mancherorts gibt es neben Königinnen sogar Prinzessinnen - so wie die Kamenzer Würstchenprinzessin.

Nachdem der Thron der Weinkönigin längere Zeit verwaist war, gibt es jetzt auch für den Traubensaft eine neue Herrschaft. Die gebürtige Radebeulerin Luise Puhlmann wurde am Dienstag vom Weinbauverband in Meißen zur Königin gekürt und soll die Region im Amtsjahr 2026/2027 repräsentieren. Im bürgerlichen Dasein schenkt Puhlmann im Familienbetrieb Wein aus und arbeitet regelmäßig im Weinberg mit.

Quelle: dpa

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