Hamburg & Schleswig-HolsteinDAK: Krankenstand in Norden etwa auf Vorjahresniveau

Weniger Atemwegserkrankungen, mehr Krankschreibungen wegen psychischer Probleme. Wie sich der Krankenstand im Norden entwickelt.
Kiel (dpa/lno) - Der Krankenstand in Schleswig-Holstein hat sich im ersten Halbjahr 2026 nach Zahlen der DAK-Gesundheit bei 5,6 Prozent und damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Das IGES-Instituts hat im Auftrag der Krankenkasse die Daten von rund 111.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Schleswig-Holstein ausgewertet.
Auffällig ist den Angaben zufolge ein Rückgang bei Atemwegserkrankungen um 14 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2025. Bei Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen gab es dagegen einen Anstieg um 15 Prozent. Damit sei diese Diagnose jetzt die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
Die durchschnittliche Erkrankungsdauer in Schleswig-Holstein lag im ersten Halbjahr 2026 bei 9,2 Tagen. In der ersten Jahreshälfte 2025 waren es 9,0 Tage gewesen.
"Der stabile Krankenstand ist eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Gleichzeitig zeigt der Anstieg psychischer Erkrankungen, dass die Herausforderungen für Beschäftigte und Unternehmen groß bleiben", bewertete der DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski die Zahlen. "Deshalb müssen wir Prävention und Gesundheitsförderung weiter stärken."