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Hamburg & Schleswig-HolsteinGabler-Chef: Nachfrage nach Unterwassertechnik steigt

11.05.2026, 05:01 Uhr
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David Schirm sieht für die Gabler Group stabiles Wachstum: Im U-Boot-Bereich plant das Unternehmen mit fünf bis zehn Prozent Plus, bei anderer Unterwassertechnik sogar mehr.

Lübeck (dpa/lno) - Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler rechnet in den kommenden Jahren mit beständigem Wachstum. Beim U-Boot-Bau sei das Unternehmen aus Lübeck abhängig von den Produktionstakten in den Werften, sagte Gabler-Vorstandschef David Schirm der Deutschen Presse-Agentur. "Ich kann nicht mal eben von einem U-Boot pro Jahr auf zehn hochfahren", betonte der 43-Jährige.

Daher plane das Unternehmen in der Branche mit fünf bis zehn Prozent stetigem Wachstum. "Vor allem kann man im Bootgeschäft eben extrem weit schauen", sagte Schirm. So sei schon weit im Voraus abzusehen, wann einzelne Länder ihre U-Boote nachrüsten.

Gabler ist eigenen Angaben zufolge ein führender Anbieter von U-Boot-Ausfahrgerätesystemen. Zudem liefere das Unternehmen Rudermaschinen der Unterseeboote. Anfang März ging Gabler an die Börse.

Gabler-CEO: Entsprechende Technologie ist extrem gefragt

In anderen Bereichen, die das Unternehmen ebenfalls bedient – etwa bei Unterwasser-Energiespeicherlösungen, Unterwasserkommunikation oder dem Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur – wachse das Geschäft um 20 bis 30 Prozent. Seit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee und dem Ukraine-Krieg erlebe der Schutz von Offshore-Windparks und Unterwasser-Pipelines einen Boom, sagte Schirm.

Auch bei der Frage der Räumung von Seeminen in der Straße von Hormuz würden entsprechende Technologien gebraucht. "Also das sind viele Dinge, die da gerade aus menschlicher Perspektive sehr belastend sind, um es deutlich zu sagen, aber eben jetzt aus rein der Technologieanwendung, gerade extrem gefragt sind", betonte der Gabler-CEO.

Unternehmen wird weiter wachsen

Bis er in Rente geht, erwartet der 43-Jährige keine Abstriche an den Mitteln im Rüstungsbereich. "Selbst, wenn sich US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin in die Arme fallen sollten". Sollte das internationale Rüstungsbudget dennoch sinken, gebe es für sein Unternehmen aber keinen Nachteil. Denn Gabler sei breit genug aufgestellt.

"Wir werden als Unternehmen wachsen", prognostiziert Schirm. Derzeit gebe es rund 250 Arbeitsplätze bei der Gabler Group. Da der Umsatz zunehme, werde weiteres Personal gesucht - einen Fachkräftemangel gebe es nicht. Zudem bilde Gabler selbst aus und übernehme normalerweise Auszubildende.

Ebenso könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch mit Fortbildungen für die geeignete Stelle qualifiziert werden. "Da bin ich einfach fest der Meinung, wenn man jemanden hat, der einfach Bock auf ein Thema hat, der Leidenschaft für etwas hat, dann kriegt die Person das auch hin", sagte Schirm.

Quelle: dpa

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