Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburger Umweltbehörde kauft Waldstück

Im Naturschutzgebiet Heimfelder Holz hat die Behörde 43 Hektar Wald gekauft. Damit ist das gesamte Naturschutzgebiet öffentliches Eigentum. Geplant sind neue Pfade für Erholungssuchende.
Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Umweltbehörde hat rund 43 Hektar Wald im Naturschutzgebiet Heimfelder Holz von einem Privateigentümer gekauft. Damit befinde sich das gesamte Naturschutzgebiet nun dauerhaft in öffentlichem Eigentum, teilte die Behörde mit. Damit sichere die Stadt einen artenreichen, alten Waldbestand langfristig für den Naturschutz. Zum Preis wurden zunächst keine Angaben gemacht.
"Pünktlich zum Tag des Waldes setzen wir ein schönes Zeichen für den Naturschutz und die Lebensqualität in unserer Stadt. Wir sichern nicht nur einen einzigartigen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, sondern erhalten auch einen wichtigen Erholungsort", sagte Umweltsenatorin Katharina Fegebank. Der dauerhafte Schutz dieses Waldes ist der Grünen-Politikerin zufolge ein "Gewinn für Mensch und Natur".
Neue Wege für Besucher im Naturschutzgebiet geplant
Nach Angaben der Behörde war der Kauf auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, weil laufende Kosten wegfallen. "Er beendet die Notwendigkeit von Ausgleichszahlungen für die strengen forstlichen Nutzungseinschränkungen im Naturschutzgebiet."
Das Heimfelder Holz im Bezirk Harburg ist rund 88 Hektar groß – das entspricht demnach der Fläche von 123 Fußballfeldern. Das Areal ist seit 2021 Naturschutzgebiet. Im Rahmen eines neuen Besucherinformationssystems soll das Wegenetz überarbeitet werden und Besucherinnen und Besucher zukünftig auf ausgewiesenen Wegen durch das Gebiet führen.
Lebensraum für viele Tiere
Das Naturschutzgebiet bietet Lebensraum für zahlreiche seltene und bedrohte Tierarten, darunter Käfer, Vögel und viele Fledermausarten. Der Mischwald trägt laut Umweltbehörde zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und spielt als natürlicher Kohlenstoffspeicher auch eine bedeutende Rolle für den Klimaschutz.