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Hamburg & Schleswig-HolsteinKrebsregister: Anstieg von Krebsfällen in Schleswig-Holstein

04.02.2026, 11:16 Uhr
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(Foto: Felix Hörhager/dpa)

Mehr als 21.000 Menschen in Schleswig-Holstein erkranken dieses Jahr voraussichtlich neu an Krebs. Warum die demografische Entwicklung eine Rolle spielt und welche Krebsarten besonders häufig sind.

Kiel (dpa/lno) - Die Zahl der Krebsneuerkrankungen in Schleswig-Holstein wird in diesem Jahr nach Erwartung des Krebsregisters bei rund 21.400 Fällen liegen. Im Zehnjahresvergleich sei das ein Anstieg von rund fünf Prozent, teilte das Krebsregister zum Weltkrebstag am Mittwoch mit. In den Zahlen nicht eingeschlossen ist weißer Hautkrebs.

Sterbefälle konstant

Als Grund für die Steigerung gilt vor allem die Alterung der Bevölkerung. Die Zahl der an Krebs sterbenden Menschen wird den Angaben zufolge 2026 in Schleswig-Holstein trotz steigender Fallzahlen mit rund 9.000 konstant bleiben. Das tatsächliche Erkrankungsrisiko unabhängig vom Alter sei in den vergangenen zehn Jahren um fünf Prozent gesunken.

Zu den häufigsten Krebsarten in Schleswig-Holstein zählen Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen. Außerdem sind es Lungenkrebs, Darmkrebs und das maligne Melanom der Haut. Diese Krebsarten machen etwa die Hälfte aller Neuerkrankungen aus.

Weiter steigende Zahl älterer Krebspatienten erwartet

"Die Prognose zeigt vor allem, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf das Krebsgeschehen hat", teilte der Leiter der Registerstelle des Krebsregisters Schleswig-Holstein, Alexander Katalinic, mit. "Für die Versorgung bedeutet das, dass wir uns weiterhin auf eine steigende Zahl älterer Krebspatientinnen und -patienten einstellen müssen."

Das Krebsregister Schleswig-Holstein besteht seit 1997 und erfasst alle Krebserkrankungen von Einwohnerinnen und Einwohnern des Landes.

Quelle: dpa

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