Mecklenburg-VorpommernEvakuierung von Dorf: Schütze lagerte legal 50 Kilo Munition

Nach der nächtlichen Evakuierung eines Teils des Dorfes Pokrent infolge eines Scheunenbrandes sagt die zuständige Behörde: Die Lagerung von 50 Kilo Munition im angrenzenden Wohnhaus war völlig legal.
Pokrent (dpa/mv) - Nach der Evakuierung eines Teils von Pokrent in Nordwestmecklenburg wegen eines Scheunenbrandes und der Gefahr des Übergreifens der Flammen auf das angrenzende Haus eines Sportschützen hat die zuständige Waffenbehörde festgestellt: Der Mann lagerte rund 50 Kilogramm Munition vollkommen legal und korrekt in seinem Haus. Auch die Menge sei nicht ungewöhnlich, sagte ein Landkreissprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Waffenbehörde sehe keinen Anlass, tätig zu werden.
Zur Brandursache machte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Mittwoch keine Angaben. Die Unterlagen lägen dem zuständigen Dezernenten noch nicht vollständig vor, sagte eine Sprecherin.
113 Menschen mussten aus ihren Häusern
In der Nacht zu Dienstag war die Scheune auf dem Grundstück des Sportschützen in Brand geraten. Laut Landkreis mussten 113 Dorfbewohner wegen Explosionsgefahr der Munition vorübergehend ihre Häuser verlassen. Laut Landkreis betrug der Evakuierungsradius 1.000 Meter.
Neben der Munition und den Minusgraden erschwerten laut Landkreis auch Gasflaschen in der Scheune den Einsatz. Die Feuerwehr habe diese aus der Scheune geholt. Die Scheune wurde gelöscht, ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindert.