Hamburg & Schleswig-HolsteinNeues Kiez-Wahrzeichen – "Engel von St. Pauli" enthüllt

Mit einer Berührung am Flügel soll der "Engel von St. Pauli" Glück bringen. Welche Idee steckt hinter dem neuen Wahrzeichen am Hamburger Spielbudenplatz?
Hamburg (dpa/lno) - Auf der Reeperbahn steht nun ein Engel – und damit hat der Kiez ein Wahrzeichen mehr, das für die Geschichte des Viertels stehen soll. Am Mittag ist der "Engel von St. Pauli" am Spielbudenplatz enthüllt worden. Die Skulptur des Bildhauers Thomas Jastram steht direkt vor dem Theater Schmidts Tivoli. Der "Engel von St. Pauli" ist auch ein Ohrwurm aus dem Dauerbrenner-Musical "Heiße Ecke", das seit knapp 23 Jahren in dem Theater aufgeführt wird.
Straßenmissionarin Bertha Keyser als Vorbild
Die Idee zu dem Engel hatte Theaterintendant Corny Littmann. Einst wurde die Straßenmissionarin Bertha Keyser vor 100 Jahren als "Engel von St. Pauli" bezeichnet. Seitdem stehe der Engel als Symbol für alle, die Tag für Tag am sozialen Netz des Stadtteils stricken, sagte Littmann laut Mitteilung. Er hofft, dass die Figur – wie zuvor schon die Skulpturen von Bismarck, Hans Albers und den Beatles – zu einem Wahrzeichen des beliebten Stadtteils werden. Die Kosten im unteren fünfstelligen Bereich hat die Schmidts Tivoli GmbH übernommen.
Der Rostocker Künstler Jastram, der mittlerweile in Hamburg lebt, hat mit dem Engel den Angaben zufolge nun erstmals eine Skulptur für seine Wahl-Heimat erschaffen. Viele seiner Figuren stehen in Mecklenburg-Vorpommern, beispielsweise in Rostock, Warnemünde, Sellin und Ribnitz-Dammgarten, aber auch im Harz, in Sachsen und in Hessen.
Einmal die Flügel anfassen
Wie fast jede Skulptur hat übrigens auch der "Engel von St. Pauli" eine Stelle, die Glück bringen soll. Dafür müsse man dem Engel lediglich an den Flügel fassen, hieß es.