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Hamburg & Schleswig-HolsteinSoftware-Panne bei Hamburger Staatsanwaltschaft

14.09.2026, 17:52 Uhr
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Rund 17.000 Schreiben der Hamburger Staatsanwaltschaft sind versehentlich nicht versandt worden. Fast zwei Monate lang fiel das niemandem auf. Jetzt ist die Software-Panne behoben.

Hamburg (dpa/lno) - Wegen einer Software-Panne bei der Hamburger Staatsanwaltschaft sind zwei Monate lang rund 17.000 Schreiben der Behörde liegen geblieben. Der Fehler bei einem Update vom 9. Juli sei erst Anfang September bemerkt und am 7. September behoben worden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

Die hängengebliebenen Dokumente seien inzwischen alle versandt worden. Dabei habe es sich unter anderem um Aufforderungen zur Stellungnahme und Einstellungsmitteilungen gehandelt, aber auch um Benachrichtigungen über die Bereitstellung von Akten zur Einsichtnahme.

"Wir bedauern diesem Umstand sehr und sind schon in der Prüfung, um zu klären, wie zukünftig derartige (unvorhersehbare) Nebeneffekte von Programmänderungen/Updates des Fachverfahrens bemerkt werden können", erklärte Oberstaatsanwältin Melina Traumann.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg nutzt zur Bearbeitung von Vorgängen einen in mehreren Bundesländern genutzten Standard, das sogenannte technische Unterstützungssystem für Mehrländer-Staatsanwaltschafts-Automation (Mesta), wie es in einem Bericht des Hamburger Datenschutzbeauftragten heißt. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem Fachverfahren.

Die Einhaltung bestimmter Fristen und die Bekanntgabe haben in der Justiz oft große Bedeutung. Über die Panne hatten zuvor das "Hamburger Abendblatt" und die "Hamburger Morgenpost" berichtet.

Quelle: dpa

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